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Die Schulen sind wieder geöffnet: Start ins zweite Halbjahr mit Schichtbetrieb und Corona-TestsAusgabe 7 | Mittwoch, 17. Februar 2021

Am Montag starteten die Schüler in das Sommersemester. Schüler werden zwei Mal pro Woche getestet. Die Test-Bereitschaft ist im Lavanttal an den meisten Schulen sehr groß. Für die Mittelschüler gibt es im zweiten Halbjahr Schichtbetrieb und Distance-Learning.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Am Montag startete das Sommersemester. Bild rechts: So sehen die Testkits für die Kinder aus. Fotos: UN/much, KK
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Lavanttal. Am Montag startete das Sommersemester an den Kärntner Schulen. Das Distance-Learning hat für die Volksschüler wieder ein Ende, die ersten bis vierten Schulstufen und Sonderschulen werden ab sofort wieder im Präsenzunterricht geführt. Allerdings: Schüler, die am Unterricht teilnehmen wollen, müssen den Antigen-Selbsttest absolvieren. 

Gerald Pichler von der Volksschule Bad St. Leonhard erzählt: »Die Schüler kommen mit Maske in die Schule, gehen an ihren Platz und machen zwei Mal wöchentlich den Corona-Test. Dabei werden sie von den Lehrern unterstützt. Das Testergebnis gibt es binnen 15 Minuten.« Am Montag kamen 94 Prozent seiner Schüler in die Schule und führten den Test durch. Sechs Prozent verweigerten den Test und blieben zu Hause. »Die Schüler, die den Test verweigerten, erhalten Arbeitsmaterialien, die sie bis Freitag durchzuarbeiten haben, dann werden diese in der Schule abgegeben und die Kinder bekommen neue Arbeitsblätter«, erklärt Pichler und meint weiter: »Sie können aber jederzeit wieder in den Unterricht an der Schule einsteigen, wenn sie einen Test machen.«

Im Bildungspark Unteres Lavanttal ließen sich von 201 Schülern lediglich zwei Schüler nicht testen und werden nun über Distance Learning unterrichtet. Die Volksschüler des Bildungsparks haben normalen Unterricht, für die Schüler der Mittelschule gibt es den Unterricht im Schichtbetrieb. Montag und Dienstag wird eine Gruppe unterrichtet, am Mittwoch und Donnerstag gibt es dann Unterricht an der Schule für die zweite Gruppe. Am Freitag findet für alle Schüler Online-Unterricht statt. Der Schichtbetrieb an den Schulen ist übrigens österreichweit einheitlich geregelt. 

Der Leiter des Bildungsparks, Rüdiger Zlamy: »Es waren alle, also Schüler, Lehrer und Eltern froh, dass endlich wieder Unterricht an der Schule stattfindet. Die Umstellung auf den Schichtbetrieb funktioniert sehr gut. Und auch das Distance-Learning geht problemlos über die Bühne. Die Lehrer kennen das ja schon vom ersten Lockdown. Ich finde, das System passt sehr gut.«

Wie viele Kinder sich am ersten Schultag im Lavanttal testen ließen, kann noch nicht gesagt werden. Bildungsdirektor Robert Klinglmair erklärt: »Die Zahlen werden österreichweit erst am Mittwoch veröffentlich. In Kärnten gibt es eine sehr hohe Bereitschaft, sich zu testen. Es gibt nur wenige Eltern, die den Test verweigerten.« Auf Bad St. Leonhard angesprochen, meint er: »Das ist sicher ein Ausreißer. Wir werden uns in Kärnten im Bereich von ein bis zwei Prozent bewegen.«

Diesem Trend folgt auch die Mittelschule der Bildungswelt Maximilian Schell. »Wir hatten am Montag lediglich einen Schüler, der nicht zum Test kam«, sagt Schulleiterin Dagmar Kassl. 

Das sagen Schüler und Lehrer

Hermann Pulsinger von der HAK Wolfsberg sagt: »Es funktioniert sehr gut. Eine Gruppe von Schülern ist in der Schule anwesend, die andere Gruppe sieht von zu Hause aus via Streaming zu. Das läuft bei uns in der gesamten Schule so. Natürlich wäre mir lieber, wenn alle da wären, aber auch mit unserer Lösung sind alle glücklich.«

Ein Wolfsberger Volksschüler erzählt den Unterkärntner Nachrichten über sein Testerlebnis: »Der Test geht. Es ist kein angenehmes Gefühl, aber auch nicht wirklich schlimm. Es ist cool, wieder in die Schule gehen zu können«, 

Und eine weitere Volksschülerin sagt: »Ich bin froh, endlich wieder meine Freunde zu treffen. Heute war es so lustig in der Schule. Das Testen stört mich nicht. Es kitzelt nur ein wenig.«

Mit Klagen gedroht

Seit Bekanntwerden der Regeln für den Schulbetrieb im Sommersemester machen Testverweigerer mobil und suchen in sozialen Netzwerken und über WhatsApp-Gruppen Unterstützer. Außerdem wird Schuldirektoren und Lehrern mit Anzeigen und Klagen gedroht. Der Tenor der Testverweigerer lautet: »Man wird die Kinder auch ohne Testbereitschaft in die Schule schicken, denn es besteht das Recht auf Bildung.« Klinglmair
kontert: »Es ist per Erlass geregelt, dass die Corona-Tests durchzuführen sind. Schüler, deren Eltern den Test verweigern, müssen nach Hause geschickt werden.«

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