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Wolfsberg, Triest. Es waren dramatische Minuten, die Ende August für Dietmar Riegler, Präsident des Wolfsberger AC, seine Ehefrau Waltraud und acht weitere Freunde zur Nervenprobe wurden. Eigentlich sollte es ein entspannter Törn auf der Adria werden. Das Ziel der Reise war die slowenische Küstenstadt Izola. Doch kurz nach dem Ablegen von Porto Piccolo bei Sistiana nahm der Ausflug eine dramatische Wendung.
Plötzlich drang Wasser in die 14 Meter lange Motoryacht »Diwa II« ein. Die Situation entwickelte sich rasch zu einem Notfall. Die unter österreichischer Flagge fahrende Yacht verlor zunehmend an Auftrieb und sank schließlich vor der Küste von Triest auf den Meeresgrund. Dank des raschen Eingreifens der italienischen Küstenwache sowie weiterer Rettungskräfte konnten jedoch alle zehn Personen an Bord unverletzt gerettet werden.
Während die Passagiere schon wenige Stunden später wieder festen Boden unter den Füßen hatten, verschwand die »Diwa II« in rund 20 bis 22 Metern Tiefe. Dort lag sie seither auf dem Grund des Golfs von Triest und wartete auf ihre Bergung. Rund fünf Wochen nach dem Untergang ist die Motoryacht in der Vorwoche geborgen worden. Bergungskräften gelang es, das Boot aus rund 20 Metern Tiefe an die Oberfläche zu bringen.
Der Bergung waren umfangreiche Vorbereitungen vorausgegangen. Die eigentliche Hebung erfolgte am Montagvormittag, 5. Oktober. Die Bergung erforderte mehrere aufeinander abgestimmte Maßnahmen. Zunächst sicherten Spezialisten den Rumpf der Yacht mit großen Hebeballons, um das Boot kontrolliert anzuheben. Danach wurden Zugseile am Ausleger eines Pontonkrans befestigt. Gleichzeitig pumpten die Einsatzkräfte das Wasser aus dem Inneren der Yacht.
Mit der Kombination aus Hebeballons und Kran wurde das Gewicht verteilt und die Stabilität des Boots während der Bergung gewährleistet. Die Arbeiten wurden von Patrouillenbooten überwacht.
Nach der Hebung wurde die »Diwa II« auf einen Ponton verladen und zur Werft Segnavento in Muggia transportiert.
Dort wird nun untersucht, wie schwer das Boot beschädigt ist und ob es künftig wieder genutzt werden kann. Die Begutachtung erfolgt durch Fachleute. Auch die zuständigen Stellen der italienischen Küstenwache befassen sich mit der Untersuchung des Unglücks.
Technischer Defekt
Als Ursache für den Untergang gilt ein technisches Gebrechen an der Antriebsanlage. Ein Defekt im Antrieb dürfte dazu geführt haben, dass Wasser in das Boot eindrang und es schließlich sank. Ein Motorschaden wird als mögliche Ursache vermutet. Die genaue Ursache ist Gegenstand der weiteren Untersuchungen.
Neben der Bergung des Boots waren auch mögliche negative Auswirkung auf die Meeresumwelt von Bedeutung. Nach den vorliegenden Informationen wurden im betroffenen Gebiet aber keine Anzeichen einer Meeresverschmutzung festgestellt. »Ganz wichtig ist, dass bei dem Zwischenfall keine Personen verletzt wurden und es zu keiner Meeresverschmutzung gekommen ist«, sagt Waltraud Riegler über das Unglück.
Mit dem Transport in die Werft ist die Bergungsaktion abgeschlossen. Für die Familie Riegler bleibt vorerst offen, ob die »Diwa II« wieder instand gesetzt werden kann. Erst nach der Untersuchung durch den Sachverständigen wird feststehen, wie groß die Schäden sind und ob eine weitere Nutzung der Yacht möglich ist.

Von Michael Swersina
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