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Mit Karl Lippitz (49) steht ein Wolfsberger seit dem 1. Oktober an der Spitze von Kiwanis EuropaAusgabe 41 | Dienstag, 6. Oktober 2026

Der Wolfsberger Karl Lippitz steht seit 1. Oktober an der Spitze von Kiwanis Europa. Als Europapräsident vertritt der 49-Jährige rund 25.000 Mitglieder und will dabei besonders junge Menschen für das Ehrenamt begeistern. Wichtig ist für ihn ein gutes Zeitmanagement.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Links: Karl Lippitz heuer im April bei der Jahreshauptversammlung von Kiwanis Österreich in Baden bei Wien. Rechts: Lippitz (2. v. l.) war dabei, als die drei Kiwanis-Clubs aus dem Bezirk Warnwesten an Schulanfänger verteilt haben. Fotos: Matthias Jaidl (1), Stadtgemeinde Wolfsberg (1)

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Wolfsberg. Seit 1. Oktober steht der Wolfsberger Karl Lippitz an der Spitze von Kiwanis Europa. Der 49-Jährige wurde zum neuen Europapräsidenten der Serviceorganisation gewählt und vertritt damit rund 25.000 Kiwanis-Mitglieder in Europa. Trotz der internationalen Verantwortung bleibt Lippitz seiner Heimat und seinem Wolfsberger Kiwanis-Club eng verbunden.

Geboren wurde Lippitz in Wolfsberg, wo er auch heute lebt. In seiner Freizeit geht er gerne wandern, besucht Fußballspiele und reist. Beruflich ist er im Sozialbereich tätig. Er studierte Sozialmanagement an der Donau-Universität Krems und ist heute pädagogischer Leiter einer Jugend-Wohngemeinschaft der Kinderfreunde Steiermark in Kärnten. In der Dependance in Sekirn am Wörthersee trägt er Verantwortung für zwölf Mitarbeiter. »Zu meinen Aufgaben gehören das gesamte Budget, die Kommunikation mit den Stakeholdern, der Landesregierung und dem Jugendamt, aber natürlich auch die Betreuung, die Organisation im Haus sowie die Mitarbeiterplanung und -führung«, beschreibt Lippitz seinen Berufsalltag.

Zu Kiwanis kam Lippitz bereits in jungen Jahren. »Wir waren damals eine Runde von zehn bis 15 Jugendlichen, alles Burschen um die 20 Jahre«, erinnert er sich. Über Freunde und deren Eltern lernte die Gruppe die Organisation kennen. »Wir wussten, was sie machen, und haben uns gesagt: Was die können, können wir auch«, lacht Lippitz. Aus dieser Idee entstand 1997 der Kiwanis Club Lavanttal.

usschlaggebend für sein Engagement war der Wunsch, etwas zurückzugeben, wie er sagt: »Uns ist es in unserer Kindheit gut gegangen. Aber es gibt leider sehr viele Menschen und vor allem Kinder, denen es nicht so gut geht. Wir haben gesagt, wir wollen etwas zurückgeben, speziell der Gesellschaft und den Kindern.« Das Kiwanis-Motto »Serving the children of the world« bringt für Lippitz die Grundidee auf den Punkt: »Wir sind DER Serviceclub, der sich für benachteiligte Kinder einsetzt.« Mitglied kann theoretisch jeder werden, der sich engagieren will: »Jeder Interessierte kann sich gerne bei uns melden. Im Club wird dann entschieden, ob jemand zu uns passt und ob die Person aufgenommen wird.«

Schritt für Schritt an die Spitze
Lippitz übernahm im Laufe der Jahre zahlreiche Funktionen bei den Kiwanis. Dreimal war er Clubpräsident, mit 28 Jahren wurde er Lieutenant Governor von Kärnten und damit Mitglied im Vorstand des Kiwanis-Distrikts Österreich. »Damals war ich der Jüngste, den es in dieser Funktion je gegeben hat«, erinnert sich der Wolfsberger. Sechs Jahre lang war er Chairperson des Kiwanis-Hilfsfonds Österreich. Mit 42 Jahren wurde Lippitz zum Governor Österreichs und damit abermals zum jüngsten Vorsitzenden der österreichischen Kiwanis-Organisation gewählt. Danach war er drei Jahre lang District-Sekretär.

»Ich möchte erfahrene Kiwanier mit jüngeren verbinden, um die Erfahrung weiterzugeben«
Karl Lippitz, Kiwanis-Europapräsident

Schließlich führte ihn sein Weg auf die internationale Ebene. Im Mai 2024 wurde er in Luxemburg zum »Kiwanis International Europe Vice President« gewählt. Nach der Zeit als Vice President und President Elect übernahm er heuer am 1. Oktober das Amt des Europapräsidenten. »Ich wollte immer auch anderen Kiwaniern zeigen, dass man so etwas auch in jungen Jahren angehen kann und nicht erst in der Pension«, sagt Lippitz. Die wichtigste Voraussetzung für ein solches Ehrenamt sei »ein gutes Zeitmanagement«. Dann lasse sich die Aufgabe »neben Job, Familie und Freizeit gut planen und machen«.

Als Europapräsident ist Lippitz jetzt Ansprechpartner für die europäischen Mitglieder, Clubs und Distrikte. Die europäische Ebene stellt unter anderem Unterlagen, juristische Unterstützung, Schulungen sowie Hilfestellungen in den Bereichen Marketing und Kommunikation zur Verfügung. Insgesamt vertritt Lippitz rund 25.000 Mitglieder.

»Connecting Generations«
Sein persönliches Motto für die Amtszeit lautet »Connecting Generations«, auf Deutsch: Generationen verbinden. Dabei geht es Lippitz darum, »die erfahrenen Kiwanier mit jüngeren zu verbinden und die Erfahrung weiterzugeben«. Gleichzeitig möchte er junge Menschen für die Organisation gewinnen: »Wir brauchen junge Leute, die motiviert sind, sich zu engagieren.«

Das Amt bringt zahlreiche Reisen und internationale Termine mit sich. Etwa einmal im Monat ist Lippitz für Sitzungen, Schulungen oder Veranstaltungen unterwegs. Dazu kommen regelmäßige Boardmeetings mit den zwölf europäischen Governors und internationale Termine. 2027 stehen u. a. der Besuch seines asiatischen Pendants, der Weltkongress in Dallas sowie die Europa-Convention in Villach auf dem Programm.

Trotz der internationalen Verantwortung bleibt Lippitz seiner Heimat und seinem Kiwanis Club Lavanttal eng verbunden, »das  ist mir sehr wichtig«. Die heimischen Club-Sitzungen finden alle 14 Tage statt, ebenso bleiben Charity-Veranstaltungen und Spendenaktionen im Tal Teil seines Engagements. Denn gerade auf Clubebene werde jene Arbeit geleistet, für die Kiwanis steht. »Im Club passiert das, was Kiwanis eigentlich ist – nämlich den benachteiligten Kindern zu helfen.«

Und hätte er einen Wunsch für Kiwanis frei, dann wäre das: »Dass kein Kind mehr auf der ganzen Welt einem Leid ausgesetzt ist.«

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