Neuer Vorstand bei den Lavanttaler Jagdaufsehern – auf Jäger kommen große Herausforderungen zuAusgabe 35 | Mittwoch, 1. September 2021

Bei der Bezirksversammlung des Jagdaufseherverbands wurde ein neuer Vorstand gewählt. Viel Lob gab es für den scheidenden Obmann Martin Grünwald. In Zukunft muss der neue Obmann Sascha Flößholzer gegen Windräder, den Wolf uvm. kämpfen.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Ein Teil des Vorstands (v. l.): Obmann-Stv. Floarian Schwarzl, Schriftführer-Stv. Gernot Koinig, Obmann Sascha Flößholzer, Rechnungsprüferin Karin Kriegl und der ehemalige Obmann und nunmehrige Kassier Martin Grünwald. UN/much

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St. Margarethen. Zahlreiche Mitglieder waren der Einladung zur Bezirksversammlung des Kärntner Jagdaufseherverbands am Freitag, 27. August, in den Gasthof Stoff gefolgt, um unter anderen einen neuen Vorstand zu wählen. Martin Grünwald, seit 2016 Bezirksobmann, trat nicht mehr zur Wahl an. In seiner Ansprache blickte er auf fünf erfolgreiche Jahre zurück. Grünwald: »Es waren fünf intensive Jahre. Es wurde großartiges geleistet und es war schön mit den Mitgliedern zu arbeiten. Ich bleibe dem Jagdaufseherverband natürlich erhalten und werde mich auch in Zukunft für diese Dinge mehr als meiner Frau lieb ist, engagieren.«

Schwerpunkte seiner Arbeit in den vergangenen Jahren waren die Aus- und Weiterbildung zu forcieren und die Kameradschaft über die Reviergrenzen hinweg zu intensivieren.

»Wir können über die Windkraft nur objektiv informieren, entscheiden muss die Politik«
Martin Grünwald, Jagdaufseher Lavanttal

2017 hat sich der Jagdaufseherverband auch dazu entschlossen, sich dem Thema Windkraft anzunehmen.  »Wir können nicht dafür sein. Wir können nur objektiv informieren, entscheiden muss die Politik, die hoffentlich die Weisheit hat und  in Zukunft richtige Entscheidungen treffen wird«, so Grünwald.

Ein wichtiges Unterfangen übergibt er an seine Nachfolger. »Die Jagdpacht muss in Relation zum Jagdwert stehen. Der Pachtzins steigt zu stark, das kann mit der Jagd meist nicht hereingeholt werden. Ich sehe da eine falsche Entwicklung bei den Gemeindejagden«, so Grünwald.

Grünwald wird dem neuen Vorstand weiterhin angehören. Bei der Wahl, zu der 58 stimmberechtigte Mitglieder schritten, wurde der Vorstand einstimmig gewählt. Als neuer Obmann ging Sascha Flößholzer hervor, der in seinen ersten Worten nach der Wahl meinte: »Es gilt einer großen Fährte zu folgen. Wir werden natürlich die Aus- und Weiterbildung weiterhin groß schreiben. Außerdem müssen wir uns gegen die zunehmenden Eingriffe in unsere Wälder zur Wehr setzen.«

Weiters in den Vorstand gewählt wurden Florian Schwarzl als Obmann-Stellvertreter, Christian Ragger als Schriftführer, sein Stellvertreter ist Gernot Koinig. Zum Kassier wurde Benjamin Melcher und als Stellvertreter Martin Grünwald bestellt. Die neuen Rechnungsprüfer sind Thomas Scharf und Karin Kriegl.

Lob für die Lavanttaler Jagdaufseher kam auch von den Ehrengästen. Landesobmann Bernhard Wadl lobte in seinen Grußworten: »Was Martin Grünwald hier in Wolfsberg geschaffen hat, gibt es in ganz Kärnten nicht. Die Mitgliederzahlen in den Bezirken stagnieren oder sind eher rückläufig. Im Lavanttal hat man es geschafft, von 157 Mitgliedern im Jahr 2015 auf 193 Mitglieder 2020 aufzustocken.«

Bezirkshauptmann Georg Fejan ging in seinen Grußworte auf die Coronakrise ein: »Die Zeit seit Ausbruch der Pandemie ist eine herausfordernde Zeit. Es konnte zum Glück sichergestellt werden, dass die Jagd als systemrelevant angesehen wird. Leider sind weitere Aspekte der Jagd, wie Jagdkurse davon ausgenommen worden.« 

»Ihr müsst alles gegen die Versiegelung der Böden, Windräder und die Präsenz des Wolfes mobilisieren«
Anton Kranner, Appell an die Jagdaufseher

Bezirksjägermeister Johann Waich überbrachte der Versammlung die Grüße des ältesten Mitglieds, Anton Kranner, der an die Jagdaufseher appelliert: »Ihr müsst alles gegen die Versiegelung der Böden, gegen die Windräder auf unseren Bergen, gegen die Präsenz des Wolfes und die Verhüttung mobilisieren.«

Daher lag bei der Veranstaltung auch eine Petition zum »Schutz unserer Almen« auf.

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