Diözese weist Gerüchte um Provisor Subocz zurück – der Name seines Nachfolgers zirkuliert bereits Ausgabe 34 | Mittwoch, 25. August 2021

Nach der Aufregung um den umstrittenen »Pfarrbrief« brodelt in Preitenegg die Gerüchteküche. Zu hören ist, der Geistliche soll weiter für die Pfarre Theißenegg zuständig bleiben. Kanzler Ibounig dementiert das. Auch die genannte Nachfolge Suboczs bestätigt er nicht.

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Preitenegg. Der Nachfolger soll bereits feststehen, fix sei aber noch nichts, heißt es aus der katholischen Kirche. Der gebürtige Kongolese Dieudonné Mavudila-Bunda, der seit Dezember 2017 als Kaplan in Feldkirchen tätig war, soll ab 1. November die Aufgaben von Provisor Eugeniusz Subocz in Preitenegg übernehmen. Gerüchte, wonach Subocz auch nach dem genannten Datum für die Pfarre Theißenegg zuständig bleiben werde, weist die Diözese Gurk zurück.

»Provisor Subocz wird nach dem 1. November in Kärnten nicht mehr als Seelsorger tätig sein«
Martin Edlinger, Dechant

Wie berichtet sorgte Subocz zuletzt für Aufregung, über die auch außerhalb Österreichs berichtet wurde. Der Provisor hatte in der August-Ausgabe des »Pfarrbriefs Preitenegg« den Vortrag eines Mediziners abgedruckt, der von »Das neue Groschenblatt« übernommen worden sei. Darin wurde wild gegen die Corona-Impfung polemisiert und zum Widerstand gegen die Immunisierung aufgerufen. Die Empörung war groß, die Diözese zog die Notbremse: Generalvikar Johann Sedlmaier gab Subocz in einem Schreiben die Anweisung, dass »Veröffentlichungen in den pfarrlichen Medien wie Pfarrblatt und Website vorab mit dem Generalvikariat abzustimmen sind«.
Außerdem wurde öffentlich gemacht, der Provisor werde mit 1. November dieses Jahres auf eigenen Wunsch aus dem Dienst der Diözese ausscheiden.
Mittlerweile hat sich der Wirbel gelegt. Und in Preitenegg zirkulieren bereits WhatsApp-Nachrichten, wer statt Subocz ab November die Gläubigen betreuen soll. »Ja«, sagt Mavudila-Bunda zu den Unterkärntner Nachrichten, »das ist so vorgesehen. Erst komme ich nach Klein St. Paul, danach nach Preitenegg. Ich freue mich darauf.«

»Relativ sicher«
Der Wolfsberger Dechant Martin Edlinger sagt: »Es ist relativ sicher, dass Dieudonné Mavudila-Bunda nach Preitenegg kommt. Sollte es so sein, wird er auch Theißenegg übernehmen. Provisor Subocz wird nach dem 1. November in Kärnten nicht mehr als Seelsorger tätig sein.«

»Ich weiß nicht, ob Provisor Subocz noch eine Ausgabe des ›Pfarrbriefs‹ produzieren wird«
Jakob Ibounig, Ordinariatskanzler

Das bestätigt Ordinariatskanzler Jakob Ibounig. Auch er sagt: »Nach unseren Informationen beendet Eugeniusz Subocz seinen Dienst in der Diözese und verlässt sie.« Gerüchte, der Provisor solle weiterhin Theißenegg betreuen, weist der Kanzler zurück, sie seien ihm »nicht bekannt«.
Laut Ibounig stehe aber der neue Seelsorger von Preitenegg und Theißenegg noch keineswegs fest: »Bis zum Wechsel sind noch zwei Monate Zeit. Es gibt ein Dekret, dass Dieudonné Mavudila-Bunda ins Görtschitztal kommt. Für Preitenegg liegt keines vor, da kann sich noch etwas ändern. Die Nachbesetzung ist seitens der Diözese vorgesehen, ob Dieudonné in Preitenegg eingesetzt wird, ist aber noch nicht sicher.«

Noch ein »Pfarrbrief«?
Subocz, bekennender Impfgegner, hatte sich nach der Veröffentlichung des »Pfarrbriefs« verteidigt, er habe den Lesern lediglich vermitteln wollen, dass es viele Meinungen zum Thema Coronaimmunisierung gebe. Und: In der nächsten Ausgabe werde eine weitere Ansicht erscheinen.
Kanzler Ibounig auf die Frage, was in der nächsten Nummer zu lesen sein wird: »Dem Provisor wurde mitgeteilt, sollte er noch einen ›Pfarrbrief‹ herausgeben, muss er ihn die Diözese gegenlesen lassen. Ich weiß nicht, ob er noch eine Ausgabe produzieren wird.« Die Diözese habe nicht die Absicht, einen »Pfarrbrief Preitenegg« herauszugeben. »Wir haben andere Kanäle zur Kommunikation«, so der Kanzler.

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