Nach Niederlage gegen Sturm Graz hoffen die Wölfe auf Erfolg in der Europacup-RelegationAusgabe 21 | Mittwoch, 26. Mai 2021

In der letzten Bundesliga-Runde gab es für den WAC die erste Saisonniederlage gegen Sturm Graz. In der Abschlusstabelle belegen die Wolfsberger Rang fünf und müssen in der Europacup-Relegation gegen Austria Wien um einen internationalen Startplatz kämpfen.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Bild links: In der 28. Minute sah Röcher nach einem Foul die Rote Karte und musste vorzeitig unter die Dusche. Bild rechts: Auch in der Unterzahl kämpften die Wölfe, wie Matthäus Taferner (Bild), beherzt. Die erste Saisonniederlage im Pack-Derby gegen Sturm Graz konnte vor heimischen Publikum aber trotzdem nicht verhindert werden. Fotos: Pulsinger

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Wolfsberg. 3.000 Fans durften erstmals nach einem halben Jahr wieder in die Lavanttal Arena, gekommen sind am Ende ca. 2.400 Zuschauer. Nach drei Siegen gegen die »Blackies« in dieser Saison, hoffte man bei den Wolfsbergern auf einen erneuten Punktegewinn.

Das Spiel begann für den WAC nicht gerade optimal. In der 28. Minute sah Thorsten Röcher nach einem überharten Einsteigen gegen Jusuf Gazibegovic die Rote Karte. Sturm zog danach ein Powerplay auf, hatte Chancen, die Wolfsberger zeigten sich davon aber unbeeindruckt und gingen in numerischer Unterlegenheit sogar in Führung. In der 37. Minute vollendete Dejan Joveljic einen Konter mit einem Schlenzer aus rund 14 Metern ins Kreuzeck zur 1:0-Führung.  Mit diesem Stand ging es dann auch in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Wolfsberger zunächst recht sicher in der Defensive. Aber nach zehn Spielminuten drehten die »Blackies« das Spiel binnen fünf Minuten. Zunächst half Scherzer mit, der lenkte den Ball in der 54. Minute ins eigene Tor, fünf Minuten später staubte Yeboah zur 2:1-Führung für die Grazer ab.

Acht Minuten später ließ Yeboah die WAC-Abwehr ganz schlecht aussehen und erzielte das 3:1 aus Grazer Sicht. Damit war das Spiel entschieden. Zehn Minuten vor Spielende konnte WAC-Keeper Manuel Kuttin einen Elfmeter von Sturm-Angreifer Bekim Balaj parieren. Der Strafstoß nach einem Handspiel von Michael Novak wurde zu zentral ausgeführt und stellte für Kuttin kein Problem dar.
Am Ende blieb es beim 3:1 für die Grazer, die die Saison auf dem dritten Tabellenrang beenden, der WAC landet auf Platz fünf.

»Natürlich waren die Rote Karte und unser Auftreten zu Beginn der zweiten Halbzeit die Hauptgründe für die heutige Niederlage. Wir waren da viel zu passiv und haben Sturm das Spiel einfach übergeben. Ich bin schon sehr enttäuscht und leer«, sagte WAC-Interimstrainer Roman Stary.
Kritik an Schiedsrichter Markus  Hameter gab es von Kapitän Michael Liendl: »Es war niemals eine Rote Karte. Der Schiedsrichter hat das Spiel kaputt gepfiffen.«

Durch den fünften Platz muss der WAC in die Europacup-Relegation. Da treffen die Wölfe am Donnerstag, 27. Mai, um 19 Uhr in der Lavanttal Arena auf Austria Wien  und am Sonntag, 30. Mai, findet das Rückspiel statt. Der Sieger der Österreich-Relegation steigt in die zweite Runde der Qualifikation zur Europa Conference League.

Ein Lavanttaler stand bei letzten Pack-Derby der Saison auf der Siegerseite und durfte sich über sein Bundesliga-Debüt freuen. Der 20-jährige Lavanttaler Samuel Stückler, er ist bei Sturm unter Vertrag, wurde in der 71. Spielminute eingewechselt und war seine ersten 19 Minuten in der Bundesliga auf dem Platz.

 Wie geht es mit Interimstrainer Stary weiter? WAC-Präsident Dietmar Riegler sagt: »Er wird im Nachwuchsbereich eine Funktion übernehmen und dem Verein erhalten bleiben. Wir wollen längerfristig mit ihm zusammenzuarbeiten.«

Ergebnisse der 32. Runde:
RZ Pellets WAC - Sturm Graz 1:3, Rapid - LASK 3:0, Red Bull Salzburg - Swarovski Tirol  4:0.

Europacup-Quali
27. 5., 19 Uhr, Austria - WAC
30. 5., 19 Uhr, WAC - Austria

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