Wie die Lavanttaler Gemeinden ihre Bürger während des zweiten Lockdowns unterstützenAusgabe 48 | Mittwoch, 25. November 2020

Geöffnete Kindergärten, Aufhebung der Kurzparkzonenregelung, Abhol- und Zustelldienste und Gutscheinaktionen. Maßnahmen der Gemeinden im Lavanttal, um die Bürger und heimischen Betriebe zu unterstützen, sind sehr umfangreich. Hier ein kleiner Überblick.

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Lavanttal. Die Unterkärntner Nachrichten wollten  in dieser Ausgabe darüber berichten, was die einzelnen Gemeinden des Lavanttals während des Lockdowns unternehmen, um ihre Bürger zu unterstützen.

Dazu wurde  am Donnerstag, 19. November, an jeden Bürgermeister des Lavanttals eine E-Mail-Anfrage geschickt, in der wir darum gebeten haben, uns mitzuteilen, wie seine Gemeinde die Bevölkerung in Zeiten von Corona unterstützt. Wir haben darum ersucht, uns bis Montag, 23. November, 12 Uhr, eine Antwort zu schicken.

Während einige Gemeindechefs rasch antworteten, warten wir heute noch auf Auskunft aus manchen Gemeinden. Nachfolgend finden Sie die Unterstützungsmaßnahmen der Lavanttaler Gemeinden, die auf unsere Anfrage geantwortet haben. 

Kurzparkzonen aufgehoben

In Wolfsberg wurde die Kurzparkzonen-Regelung bis Sonntag, 6. Dezember, aufgehoben. Die Aufhebung betrifft sowohl gebührenpflichtige als auch gebührenfreie Parkplätze. Damit soll jenen Menschen, die in der Innenstadt arbeiten, ein Parkplatz nahe ihrem Arbeitsplatz und damit ein möglichst kurzer Aufenthalt im öffentlichen Raum ermöglicht werden. Ausgenommen ist der Bereich Hoher Platz, damit vor der Apotheke und der Bank Parkplätze für rasche Erledigungen frei sind.

»Im übrigen versucht die Gemeinde, bei allen Maßnahmen des Gesundheitsschutzes auch eine gewisse Normalität im Stadtleben aufrechtzuerhalten, und traditionelle Dinge wie Weihnachtsbeleuchtung und Christbäume umzusetzen«, sagt Bürgermeister Hannes Primus. Weiters gibt es beim Kauf von Einkaufsgutscheine der Werbegemeinschaft für Innenstadtbetriebe eine Draufgabe von zehn Prozent von Seiten der Stadtgemeinde (siehe Seite 14).

Der Recyclinghof –er war während des ersten Lockdown für eine gewisse Zeit komplett geschlossen – wird mit Schutzmaßnahmen wie Beschränkung auf Kleinmengen, Mindestabstand von einem Meter und Blockabfertigung (maximal fünf Fahrzeuge auf dem Gelände) – offen gehalten.

Die Kindergärten in der Bezirkshauptstadt halten wie gewohnt offen, daher werden die allgemeinen Beiträge nicht reduziert. 

Geld-zurück-Gutschein

Der Frantschach-St. Gertrauder Bürgermeister Günther Vallant sagt: »Wir sind bemüht, unsere Gemeindebürger so gut als möglich dabei zu unterstützen, gesund zu bleiben und soziale Kontakte zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Die Aktion zur Unterstützung unserer Gastgewerbe- und Dienstleistungsbetriebe war bis 30. November geplant und wurde auf meinen Vorschlag hin wegen des zweiten Lockdown mittels Umlaufbeschluss des Gemeinderates einstimmig bis zum 31. Jänner 2021 verlängert.« Teilnahmeberechtigt sind alle Bürger vom Baby bis zum Senior, die am 9. Juli ihren Hauptwohnsitz in Frantschach-St. Gertraud hatten. Bei einem oder mehrmaligen Einkäufen in der Höhe von mindestens 150 Euro wird seitens der Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud ein Gutschein mit einem Wert von 15 Euro ausgestellt, der in den teilnehmenden Gastronomiebetrieben eingelöst werden kann.  

Abholdienst eingerichtet

In St. Andrä wurde, wie bereits beim ersten Lockdown im Frühjahr, wieder ein Apothekenabholdienst sowie eine Lebensmittelzustellung für die St. Andräer Gemeindebevölkerung eingerichtet. 

Auch sind alle Kindergärten in St. Andrä während des Lockdown geöffnet, was von der Bevölkerung auch sehr gut in Anspruch genommen wird. Im Rathaus sind die Mitarbeiter auch während des Lockdown im Dienst und stehen der Bevölkerung zur Seite. Allerdings muss im Vorfeld ein Termin, entweder telefonisch oder per E-Mail, vereinbart werden.

Unterstützt wird auch die lokale Wirtschaft. So bewirbt die Stadtgemeinde St. Andrä das angebotene Abholservice der St. Andräer Wirte und Selbstvermarkter, wenn die Anbieter das Service der Gemeinde bekannt geben.

Kinderbetreuung aufrecht

Die Betreuung der Kinder im Kindergarten, Hort und der Ganztagesschule ist in St. Paul auch weiterhin sichergestellt.

Die Leistungen des Wirtschaftshofs werden unter Einhaltung sämtlicher Corona-Schutzmaßnahmen weiterhin aufrecht erhalten. Die Mitarbeiter im St. Pauler Rathaus sind weiterhin erreichbar – per Mail, telefonisch, schriftlich und bei unaufschiebbaren Angelegenheiten auch persönlich mit Terminvereinbarung. 

»24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche können Sie Schriftstücke in den Gemeindebriefkasten einwerfen oder per E-Mail an st-paul-lavanttal@ktn.gde.at übermitteln«, sagt Bürgermeister Stefan Salzmann.

Weiters wurde eine digitale Offensive gestartet. Damit können Anträge mittels Online-Formular  auf der Website www.sanktpaul.at kontaktlos eingereicht werden. Im Bereich der Apotheken und Ärzte werden Rezepte nach telefonischer Kontaktaufnahme vom jeweiligen Hausarzt an die Apotheke weitergeleitet.

Versorgung mit Lebensmitteln

In Lavamünd können alle Personen einer Risikogruppe – im Alter ab 65, aber auch Jüngere, die an Vorerkrankungen leiden, Transplantations- oder Tumorpatienten mit Therapie, insulinpflichtigen Diabetiker, usw. – täglich Le-bensmittel bzw. Dinge des täglichen Bedarfs durch das GO-Mobil Lavamünd-Neuhaus zugestellt bekommen. Die Fahrtkosten für diesen Transport (ein GO-Fahrschein) werden von der   Marktgemeinde Lava-münd übernommen.

Im Sinne der Sicherheit der Gemeindebürger, der Kunden und der Gemeindebediensteten bleibt der Parteienverkehr am Gemeindeamt in Lavamünd bis auf Weiteres auf telefonische und schriftliche Kommunikation reduziert. Das Gebäude ist daher nicht geöffnet. Sie erreichen das Gemeindeamt aber telefonisch unter der Telefonnummer 04356/2555 bzw. einzelne Abteilungen mit den jeweiligen Durchwahlen oder per Mail an lavamu-end@ktn.gde.at. Die Zeiten des Parteienverkehrs sind Montag bis Freitag von 8 bis 12. Uhr. 

Alle systemrelevanten Bereiche der Marktgemeinde Lavamünd bleiben aufrecht.

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