Zweite Welle erwischt uns voll: In Wolfsberg sind 90 Prozent der Corona-Betten mit Infizierten belegtAusgabe 46 | Mittwoch, 11. November 2020

Die Infektionszahlen sind in den vergangenen Tagen in die Höhe geschossen, mit über 8.000 Neuinfektionen gab es am Samstag einen neuen Rekord. In den Krankenhäusern werden die Kapazitäten knapp, im Wolfsberger LKH ist die Corona-Abteilung fast voll belegt.

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Wolfsberg. Die zweite Corona-Welle hat uns voll im Griff. Am 7. November wurde erstmals die 8.000er-Marke bei Neuinfektionen an einem Tag überschritten. Die meisten Fälle, nämlich über 2.ooo, gab es in Oberösterreich, Kärnten vermeldete an diesem Tag 457 Neuinfektionen.

Mittlerweile sind die Zahlen zwar wieder ein wenig gesunken – am Montag, 9. November, wurden 5.593 Neuinfektionen verzeichnet –, dennoch ist die Lage laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sehr ernst, die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor »dramatisch hoch«. 

Ausreichend Kapazitäten

Wie ist die Situation im Lavanttal? Die Unterkärntner Nachrichten haben bei der Kabeg nachgefragt. »Mit Stand Montag, 9. November, werden 28 Covid-19-positive-Patienten auf der Normalstation im LKH Wolfsberg behandelt, zwei Personen befinden sich auf der Intensivstation«, sagt Nathalie Trost, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Kabeg. Auf der Normalstation für die Betreuung von Corona-Patienten sind derzeit 31 Betten vorgesehen. Somit sind mit Stand 9. November rund 90 Prozent der Betten belegt.

Das Krankenhaus ist aber auf die Pandemie vorbereitet und kann zeitnah weitere Betten bereit stellen. »Im Intensivbereich gibt es für ganz Kärnten ein Versorgungskonzept. Alle Spitäler in Kärnten arbeiten eng zusammen, um alle Patienten und im speziellen die intensivpflichtigen Patienten zu versorgen. Die Kapazitäten können je nach Bedarf angepasst werden.  Derzeit sind in Kärnten im Intensivbereich 30 Betten für die Versorgung von Covid-19-Patienten unmittelbar verfügbar. Nach derzeitigen Erfahrungen benötigen von den Patienten, die im Krankenhaus betreut werden, rund zehn Prozent  eine intensivmedizinische Versorgung«, sagt Trost.

Für Covid-19-Patienten gibt es im Wolfsberger Krankenhaus einen eigenen Bereich, in dem sie versorgt werden. Die Behandlungsdauer hängt vom individuellen Verlauf der Erkrankung ab, der wieder vom jeweiligen Schweregrad der Erkrankung sowie vom Alter und den Vorerkrankungen der Patienten bestimmt wird.

In Kooperation mit dem Roten Kreuz wird sichergestellt, dass ein Patient, der mit der Rettung kommt, frühzeitig als Verdachtsfall erkannt und isoliert weiterversorgt wird. »Zudem wird durch entsprechende Maßnahmen wie Zutrittskontrollen, getrennte Eingänge für Akutpatienten und terminisierte Patienten sowie einem Screening jedes einzelnen Patienten hinsichtlich der spezifischen Symptome und Schutzausrüstung sichergestellt, dass Verdachtsfälle vom restlichen Patientenstrom getrennt werden. Verdachtsfälle erhalten gleich bei der Screeningstelle eine spezielle Maske, die eine Ansteckungsgefahr für andere verhindert«, so Trost.

Besuche im LKH sind möglich

Krankenhausbesuche sind unter bestimmten Auflagen auch derzeit möglich. Besucher müssen sich allerdings anmelden und bestimmte Regeln einhalten. Es gibt im LKH Wolfsberg augenblicklich auch Zutrittskontrollen.

Akutbehandlung garantiert

Aufgrund der Corona-Krise musste das geplante Programm im stationären Bereich mittlerweile in allen Häusern der Kabeg sukzessive angepasst werden, um freie Kapazitäten für die Versorgung von Covid-19-Patienten vorhalten zu können. Die Akutversorgung ist gewährleistet. Auch »normale« Patienten sollen bei Beschwerden oder Unfällen das Krankenhaus aufsuchen und werden regulär versorgt.

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