Ein hinterhältiger und feiger Angriff: Hundedame Stella wurde im eigenen Garten vergiftet Ausgabe 25 | Mittwoch, 17. Juni 2020

Am Wochenende wurde die kleine Chihuahua-Dame Stella Opfer eines feigen Giftangriffs. Der Tierarzt bemerkte sofort, dass Stella Rattengift gefressen haben muss. Nun macht sich die Tochter der Hundebesitzer Sorgen über mögliche weitere Giftköder.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Die siebenjährige Chihuahua-Dame Stella (Bild links) wurde im eigenen Garten in St. Stefan vergiftet. Bild rechts: Ein Foto aus besseren Tagen. Stella mit den beiden anderen Hunden der Familie, Dackel Quino und Chihuahua Elvis. Fotos: kk/privat

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St. Stefan. Der tragische Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 13. Juni. »Meine Mutter war mit ihren drei Hunden im Garten, als die Chihuahua-Dame Stella zu ihr kam und sich zu ihren Füßen legte. Dabei nahm sie eine unübliche Haltung ein und streckte ihre vier Beine von sich«, erzählt die Tochter der Hundebesitzerin. Das sei absolut unüblich und als ihre Mutter Stella ansprach und den Hund hochhob, reagierte dieser nicht. 

Daraufhin suchte die Tochter mit Stella einen Tierarzt auf, der sofort den Verdacht äußerte, dass Stella Rattengift gefressen hat. »Ihm ist gleich die blaue Zunge aufgefallen, beim Kot kam Blut mit und die Augen flackerten sehr schnell. Er meinte sofort, dass er das schon oft bei vergifteten Tieren gesehen habe«, erzählt die Tochter. 

Überlebenskampf verloren

Der Tierarzt verabreichte der Hundedame sofort ein Gegengift. Und zunächst schien es, dass sich Stella erholen würde. Sie übergab sich den ganzen Nachmittag über, aber erholte sich langsam. Stella hob auch wieder den Kopf und fing wieder an erste Schritte zu machen, wenn auch ziemlich wacklig, Die Freude über die Fortschritte war bei der Familie riesengroß. 

Doch am nächsten Morgen wurden sämtliche Hoffnungen zunichte gemacht. »Um ein Uhr in der Nacht hat sie noch gelebt, sie hatte zwar noch ein wenig Untertemperatur, aber es schien besser zu werden. Am nächsten Morgen hat sie dann plötzlich nicht mehr geatmet«, berichtet die Lavanttalerin traurig.

Angst und Ärger

»Der Garten ist eingezäunt. Man denk wirklich nicht daran, dass ein so feiger Angriff im eigenen Garten passieren kann. Nun haben wir alle Angst, dass auch den anderen Hunden etwas angetan wird«, sagt die Tochter der Hundebesitzerin. Der Garten wurde sofort abgesucht, damit nicht auch die anderen Hunde vergiftet werden. Gefunden wurde nichts. Wer das Gift in den Garten geworfen hat, ist nicht bekannt. »Es gab nie Beschwerden über Stella. Wie feig muss man sein, einen Hund zu vergiften, anstatt mit den Besitzern zu sprechen, falls sich jemand durch Stella belästigt gefühlt hat. Ich bin wirklich wütend, wenn man seine Hunde nicht einmal mehr im eigenen Garten frei rumlaufen lassen kann«, ärgert sich die Tochter.

Nach der feigen Attacke macht sie sich aber nicht nur Sorgen um die anderen Hunde der Familie, sondern auch um ihre Tochter. »Mein Kind ist eineinhalb Jahre und oft bei den Großeltern. Sie haben im Garten eine Schaukel für sie aufgebaut. Meine Tochter spielt dort und wie kleine Kinder sind, nimmt sie alles in den Mund. Was ist, wenn sie das Rattengift gegessen hätte?«

Auf Facebook rät sie nun zu besonderer Vorsicht. »Einer der drei Hunde meiner Eltern wurde im eigenen Garten mit Rattengift vergiftet. Trotz schnellem Reagieren hat sie die Nacht leider nicht überlebt. Passt auf eure Hunde auf!«

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