Zum Vatertag: Zeit für das Zusammensitzen und Gespräche machen für ihn jeden Tag besondersAusgabe 24 | Mittwoch, 10. Juni 2020

Der Vatertag wird gern gefeiert und zählt zu den großen Umsatzbringern für den Handel. Für Wolfgang Arzberger sollte man nicht »alles an diesem einen Tag aufhängen«. Der Vater von vier erwachsenen Kindern freut sich das ganze Jahr über auf Zeit mit seinen Liebsten.

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Wolfsberg. Bereits seit 1955 gibt es den Vatertag in Österreich. Er wird immer am zweiten Sonntag im Juni gefeiert, heuer fällt er auf den 14. Juni. Er hat zwar noch nicht den unumstößlichen (kommerziellen) Stellenwert wie der Muttertag im Mai, doch auch dieser Tag wurde und wird zunehmend gefeiert und beworben. Vor allem Familien mit jungen schulpflichtigen Kindern lassen die Papas an ihrem Ehrentag gerne hochleben.

Laut der Wirtschaftskammer Österreich wurden im Handel am Vatertag im Jahr 2018 rund 110 Millionen Euro Umsatz erzielt. Er zählt somit mittlerweile zu den fünf wichtigsten Umsatzbringern nach Weihnachten, Ostern und dem Muttertag und liegt fast gleichauf mit dem Valentinstag. Beliebte Geschenke für Väter sind zum Beispiel Wein, Gutscheine oder Parfümeriewaren. Soweit die wirtschaftliche Seite des Vatertags.

Doch die wesentlich wichtigere Komponente ist die emotionale Bindung von einem Vater zu seinen Kindern, unabhängig davon, wie »groß« diese schon sind.

»Wir haben den Vatertag nie besonders gefeiert. Man sollte nicht alles an diesem einen Tag aufhängen«, sagt Wolfgang Arzberger. Der 68-jährige Pensionist aus Wolkersdorf ist Vater von Tanja (36), Natalie (34), Wolfgang (28) und Tyra (19). Sohn Ricardo wäre heuer 21 Jahre alt geworden, er starb jedoch drei Wochen nach seiner Geburt an einem Herzfehler. »Kinder sind kein Besitz, sondern ein Geschenk«, betont Arzberger, dessen Frau Delene (56) aus Südafrika stammt.

Kindheit am Bauernhof

Arzberger wuchs auf dem elterlichen Bauernhof in Wolkersdorf auf und baute das Eigenheim für seine Familie später im selben Ort: »Als Kind am Bauernhof war der Vatertag nie ein Thema.« Von seinen insgesamt 46 Dienstjahren war er 35 davon für ein Unternehmen im Außendienst beschäftigt, außerdem engagierte er sich 30 Jahre lang politisch für die ÖVP. Heute noch ist er bei der Feuerwehr St. Stefan aktiv.  »Den Großteil der Erziehungsarbeit hat meine Frau geleistet«, sagt Arzberger. »Papa war für die Freizeitgestaltung am Wochenende zuständig«, erinnert sich Tochter Tanja zurück, die ihr Elternhaus übernommen hat und es gerade großzügig und mit viel eigenem handwerklichen Geschick umbaut. Zu dieser Freizeitgestaltung gehörte für lange Zeit auch der jährliche Urlaub in Italien. 

Wolfgang Arzberger ist stolz auf seine Kinder,  die allesamt in ihren Studien und Berufswegen erfolgreich unterwegs sind: »Bereits mit 15 Jahren hat jedes Kind sein eigenes Geld dazu verdient.« Heute freut es ihn am meisten, wenn sich seine Kinder Zeit für die jährlichen Familienfeste nehmen: »Das gemeinsame Zusammensitzen und Reden ist das Schönste.« Er wünscht sich, dass alle vier »immer ein Heimgehen haben und glücklich bleiben.«

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