St. Paul sucht Fotos, Dokumente und Erzählungen von Bürgern aus den vergangenen hundert JahrenAusgabe 51 | Mittwoch, 18. Dezember 2019

Die Marktgemeinde St. Paul beteiligt sich mit dem zweiteiligen Projekt »Am Sprachgrat. Vor hundert Jahren, heute und morgen« an der Landesausstellung 2020. Es wird eine Theaterproduktion und eine Ausstellung geben. Die Mithilfe der Bevölkerung ist gefragt.

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St. Paul. Die Gemeinden in der ehemalige Abstimmungszone stehen im nächsten Jahr im Fokus der Landesausstellung, die den Titel »CarinthiJa 2020« trägt. Zu dieser Abstimmungszone gehörte die Marktgemeinde St. Paul zwar nicht, doch auch dieser Ort war eine Zeit lang von SHS-Truppen besetzt. In Kooperation mit der Gemeinde Ruden beteiligt sich St. Paul nun mit dem Projekt »Am Sprachgrat. Vor hundert Jahren, heute und morgen« an der Landesausstellung.

Zweiteiliges Projekt

»Das Projekt besteht aus zwei Teilen«, erklärt Koordinatorin Kerstin Maier. Einerseits wird eine Ausstellung im St. Pauler Rathaus zu sehen sein, andererseits kommt ein Theaterstück zur Aufführung.

Grenzerfahrungen

Die Ausstellung trägt den Titel »Grenzerfahrungen 1920 – 2020«.Darin werden die Ereignisse der Jahre 1918 bis 1920 in St. Paul und darüber hinaus in den Bezirken Wolfsberg und Völkermarkt, insbesondere der Gemeinde Ruden, beleuchtet. Außerdem werden die letzten Jahre der Monarchie, die Bedeutung der Region als Bildungs- und Kulturstandort, die Gedenkkultur an Abwehrkampf und Volksabstimmung, das Verhältnis der beiden Sprachgruppen und einige weitere Punkte thematisiert werden.

Für diese Ausstellung ist die Mithilfe der Bevölkerung gefragt. 

»Wir würden uns sehr freuen, wenn Bürger uns mit Objekten, Fotos, Schriftstücken oder Alltagsgegenständen unterstützen könnten, kurz gesagt mit allem, was sie an diese Zeit und deren Geschehnisse erinnert«, sagt Maier. »Wer kann sich vielleicht noch an Erzählungen von Familienangehörigen an den Abwehrkampf erinnern?« Doch auch Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg in der Region, den Bau der Jauntalbahn oder persönliche Erfahrungen mit der Grenze sind willkommen.

»Im September 2020 soll die Ausstellung eröffnet werden und bis zum 27. Dezember 2020 zu sehen sein«, ergänzt die Koordinatorin, denn am 27. Dezember 1918 wurde St. Paul von den SHS Truppen befreit.

»Eine Gratwanderung«

Das Theaterstück heißt »ProstŽivio. Eine Gratwanderung.« und thematisiert die Zweisprachigkeit der Region. Die Freiluftaufführung soll direkt am Höhenzug der Grutschen beim Gasthaus Kollmann stattfinden. Der Höhenzug markiert auch die Grenze zwischen den Bezirken Wolfsberg und Völkermarkt. »Heimo Töfferl schreibt gerade an der Bühnenfassung«, verrät Maier. Die Aufführung ist für September oder Oktober 2020 geplant.

Kontakt für jene, die sich mit ihren Erinnerungsstücken
beteiligen wollen:
Marktgemeinde St. Paul
Kerstin Maier
Platz St. Blasien 1
Telefon: 04357/2017-22
E-Mail: kerstin.maier@ktn.gde.at

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