»Kühlschrank für alle«: Lebensmittel für bedürftige Menschen in der RegionAusgabe 41 | Mittwoch, 9. Oktober 2019

Im Jahr 2015 haben Markus Parz und Pfarrer Eugen Länger begonnen, Kühlschränke mit Lebensmitteln zu befüllen. Eine Ausweitung auf weitere Gemeinden ist in Planung. Dafür werden Unterstützer gesucht.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Markus Parz und Pfarrer Eugen Länger (v. l.) starteten zu zweit mit »Kühlschrank für alle« im Lavanttal. Die öffentlich platzierten Kühlschränke stehen für Menschen bereit, die sich keine Lebensmittel leisten können. Foto: KK

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Lavanttal. »Ich habe eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern kennengelernt. Sie hatten überhaupt nichts zu essen, nicht einmal Mehl oder Zucker«, beginnt Markus Parz auf die Frage, wie es zur Idee für »Kühlschrank für alle« im Lavanttal gekommen ist, zu erzählen. So kam zuerst die Überlegung auf, einen eigenen Verein zu gründen. »Das hätte aber viel Zeit und Energie gekostet, deswegen habe ich mich an die Kirche gewandt«, verrät Parz. Unterstützung erhielt er von Pfarrer Eugen Länger.

Zu zweit starteten sie im Jahr 2015 das Vorhaben, Kühlschränke aufzustellen, die täglich mit Lebensmitteln gefüllt werden und für Menschen bereitstehen, die sie sich nicht leisten können. »In Wolfsberg bei der Markuskirche und in St. Stefan vor dem Pfarrsaal haben wir jeweils zwei Kühlschränke aufgestellt, die vom Lions Club, den Kiwanis und dem Round Table gesponsert wurden«, erzählt Parz über die Anfänge. Unterstützt werden sie von zahlreichen Lebensmittelgeschäften aus der Region, die Lebensmittel zur Verfügung stellen, die ansonsten im Müll landen würden. Befüllt werden die Kühlschränke jeweils abends. Einer mit Lebensmitteln, die gekühlt werden müssen, und ein weiterer, der nicht an das Stromnetz angeschlossen ist, für Waren, bei denen keine Kühlung erforderlich ist, wie z. B. Brot und Gebäck.

Natürlich können aber auch Privatpersonen Lebensmittel abgeben, die sie entweder selbst nicht brauchen oder auch etwas einkaufen und spenden. Von Brot über Obst, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte bis hin zu alkoholfreien Getränken kann alles abgegeben werden. Von den Menschen wird das Angebot mittlerweile sehr gut angenommen. »Nach zwei Stunden ist alles ausgeräumt, aber die Menschen nehmen wirklich nur, was sie selbst brauchen. Das Gefühl, ein Danke von einer Person zu bekommen, die etwas zu essen erhält, ist unbeschreiblich«, erzählt Markus Parz.

Weitere Kühlschränke
Die Überlegung, die »Kühlschränke für alle« in weiteren Ortschaften aufzustellen, gibt es schon länger. Standorte in St. Andrä und St. Paul sind ins Auge gefasst, aber auch in anderen Gemeinden wäre es natürlich möglich, so Parz, Kühlschränke aufzustellen: »Dafür benötigen wird Unterstützer, die die Lebensmittel abholen und die Kühlschränke damit befüllen. Ich gebe die nötige Starthilfe, damit alles ins Rollen kommt und unterstütze natürlich auch anschließend.« Aktuell haben die Mitwirkenden eine WhatsApp-Gruppe, in der alles koordiniert wird. »Ich möchte allen Mitwirkenden und Unterstützern danken, die den Menschen in unserer Region helfen, und es würde mich freuen, wenn sich viele engagierte Leute melden, die uns helfen möchten«, so Markus Parz abschließend.

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Kühlschrank für alle
Interessierte, die aktiv bei »Kühlschrank für alle« mitwirken möchten, können sich jederzeit gerne bei Markus Parz (0664/88734304) melden.

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