»Großputz« bei Mondi: Service- und Wartungsarbeiten für die ZukunftAusgabe 41 | Mittwoch, 9. Oktober 2019

Drei Wochen lang werden im Mondi-Werk in Frantschach-St. Gertraud Service- und Wartungsarbeiten durchgeführt. Mit der Kelag Energie und Wärme wurde die bestehende Kooperation frühzeitig verlängert.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Bei den Service- und Wartungsarbeiten kommen am Firmengelände in Frantschach-St. Gertraud über 550 Facharbeiter zum Einsatz. Foto: UN-Archiv

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Frantschach-St. Gertraud. Seit Anfang Oktober werden im Mondi-Werk in Frantschach drei Wochen lang Service- und Wartungsarbeiten durchgeführt. Mehr als 50 Firmen haben ihre Lager bezogen, um an diversen Einrichtungen und Anlagen die Arbeiten durchzuführen.

Bei diesen Service- und Wartungsarbeiten werden nicht nur alle Behälter geöffnet und gereinigt, sondern auch alle umweltrelevanten Anlagen – wie etwa Filter und Wäscher – gewartet. »Je nach Wetterlage könnte es zu einer leichten Geruchsentwicklung kommen, die beim Abstellen und Anfahren der Produktion entstehen kann«, informiert Geschäftsführer Gottfried Joham.

Mitte des vergangenen Jahres wurde eine neue Messstation von Mondi in Betrieb genommen, die seither zuverlässig Daten zur Luftgüte – auch während der Wartungsarbeiten – liefert. »Die Einhaltung aller Richtlinien, Normen, Gesetze, Meldepflichten und Standards hat für uns oberste Priorität«, so Joham. Die stetige Minimierung von geruchsbildenden Substanzen im Zuge der Zellstoffherstellung hat für das Unternehmen höchste Priorität. Seit zwei Jahren wird dafür zügig ein umfassendes Maßnahmenpaket mit modernsten Technologien und neuen Infrastrukturinvestitionen umgesetzt.

»Die Einhaltung aller Richtlinien, Normen und Gesetze hat für uns oberste Priorität«
Gottfried Joham, Geschäftsführer Mondi

Erst Ende August bekam das Werk einen neuen Kamin. Die dazugehörige High-Tech-Verbrennungsanlage wird im Zuge der Wartungsarbeiten installiert und in Betrieb genommen. Diese entspricht dem aktuellsten Stand der Technik und löst mit deutlich niedrigeren geruchsbildenden Emissionen die bestehende Anlage ab. Die Service- und Wartungsarbeiten im Oktober sind ein weiterer Meilenstein des Maßnahmenpakets, das bis Ende des Jahres komplett abgeschlossen sein soll.

Mehr als 550 Facharbeiter
Für den reibungslosen Ablauf und die Koordination aller Arbeiten vor Ort sorgen die beiden Mondi-Projektmanager Johannes Mitterbacher und Josef Tatschl. »In diesem Jahr kommen 17 der insgesamt 55 Firmen aus der Region. Es sind vor allem Klein- und Mittelbetriebe aus dem Bezirk Wolfsberg«, bestätigen Mitterbacher und Tatschl. Zur Beschäftigung der heimischen Betriebe kommt noch die Verpflegung und Unterbringung der mehr als 550 Fachkräfte, die gemeinsam mit dem Mondi-Team die Wartungsarbeiten durchführen. Diese übernachten in den Unterkünften der Umgebung und werden im eigens eingerichteten Gastro-Zelt am Werksgelände verköstigt – dieses übernimmt wieder ein Betrieb aus dem Bezirk. Für Mondi steht das Werk augenscheinlich still, aber für einen weiterhin reibungslosen Produktionsablauf und die Installation neuester Technik ist der regelmäßige »Großputz« unerlässlich, und für die heimische Wirtschaft bringt die Revision ein deutliches Geschäftsplus. 

Kooperation wird fortgesetzt
Seit mittlerweile bereits 33 Jahren versorgt die Kelag Energie und Wärme GmbH (KEW) die Fernwärmekunden in Wolfsberg und Frantschach-St. Gertraud mit Abwärme der Mondi Papierfabrik. Die beiden Unternehmen haben nun frühzeitig ihre Partnerschaft bis zum Jahr 2033 verlängert. »Mit dem Einsatz von industrieller Abwärme aus Biomasse für die Fernwärmeversorgung in Wolfsberg und Frantschach-St. Gertraud sind seit 1986 hunderte Einzelfeuerungen auf Basis fossiler Brennstoffe ersetzt worden. Wir sparen gemeinsam mit unserem Wärmelieferanten Mondi Frantschach und unseren Kunden jährlich rund 17.000 Tonnen CO2 ein«, so Adolf Melcher, Geschäftsführer der KEW.

Durch die frühzeitige Verlängerung wird laut KEW-Geschäftsführer Michael Wagner der weitere Fernwärmeausbau im Lavanttal  – insbesondere im Süden von Wolfsberg – möglich.

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