Der Wolfsberger Gemeinderat tagteAusgabe | Mittwoch, 29. Mai 2019

Kino, neue Trinkwasserleitung und "Stolpersteine" waren die wichtigsten Punkte.

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Wolfsberg. Am Dienstag voriger Woche tagte der Wolfsberger Gemeinderat. Zwei der wesentlichsten Punkte befanden sich dabei auf der erweiterten Tagesordnung. Zum einen gab der Gemeinderat mit dem einstimmigen Beschluss des Baurechtsvertrags nun endgültig grünes Licht für den Bau des Kinos auf dem Areal des Wolfsberger Stadionbads. Die benötigte Grundfläche im Ausmaß von 1.400 Quadratmetern wird der Betreibergesellschaft »CCI Projektentwicklungs GmbH« in Form eines Baurechtsvertrags von den Stadtwerken (als Eigentümer des Stadionbad-Areals) zur Verfügung gestellt. Dieser läuft über 50 Jahre. 

»Alle Voraussetzungen erfüllt«

»Nun sind alle Voraussetzungen für den Baustart erfüllt«, so Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz. Der Baubeginn ist mit Ende der Badesaison am 9. September geplant, die Bauarbeiten sollen bis zum Frühjahr 2020 beendet sein. 

Ein weiterer wichtiger Beschluss für die Stadtwerke, die Sanierung einer 5,4 Kilometer langen Trinkwasser-Transportleitung aus dem Bereich Bad Weißenbach, wurde ebenfalls einstimmig gefasst. Im Zuge der Errichtung eines privaten Kraftwerks (KWK Weißenbach) hatte sich hier den Stadtwerken die Möglichkeit der Mitverlegung einer neuen Trinkwasserleitung geboten. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 700.000. »Durch die Synergien erzielen wir gegenüber einem eigenständigen Neubau erhebliche Einsparungen«, unterstrich der zuständige Stadtrat Christian Stückler. 

Kostenverteilung im Schulwesen 

Im Rahmen der Behandlung eines selbstständigen Antrages von Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz verwies dieser einmal mehr auf die derzeitige überproportionale finanzielle Belastung der Stadtgemeinde Wolfsberg innerhalb des Bezirks-Schulgemeindeverbands. Als Ausgleich für die Mehrkosten Wolfsbergs wird das Land Kärnten um eine jährliche Ausgleichszahlung ersucht. Für das Jahr 2019 würde sich diese auf 159.000 Euro belaufen. 

Stolpersteinezum Gedenken 

Einstimmig beschlossen wurde auch die Umsetzung des von den Grünen eingebrachten Antrages auf Verlegung von »Stolpersteinen« im öffentlichen Raum. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Wolfsberg wird mit den Tafeln das Gedenken an sechs Personen verbunden, die dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind. 

 Windeltonnen-Antrag

Der von der FPÖ eingebrachte Antrag auf die Einführung einer kostenlosen Windeltonne für Familien mit Kleinkindern und Pflegefälle wurde länger diskutiert. Alle Parteien befürworteten den Antrag grundsätzlich, dennoch sei er aus Kostengründen in der derzeitigen Form nicht umzusetzen. Der Antrag wurde von SPÖ und ÖVP gegen die Stimmen der FPÖ, der Liste Wolfsberg und der Grünen abgelehnt.

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