Ein Sieg gegen den MeisterAusgabe | Donnerstag, 2. Mai 2019

Trotz der vier Punkte Vorsprung auf Platz vier in der Tabelle der österreichischen Fußballbundesliga sieht man beim Wolfsberger Bundesligisten nur nach vorne und will nun auch auswärts beim Tabellenzweiten, dem LASK, drei Punkte einfahren.

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Wolfsberg. Im Grunddurchgang der Bundesliga hatte es gegen Serienmeister Salzburg nicht nur zwei klare Niederlagen (1:4 zu Hause, 0:3 auswärts) gegeben, sondern es war auch ein klarer fußballerischer Leistungsunterschied erkennbar. Der WAC hatte kaum Spielanteile, das Spielgeschehen spielte sich meist in der Hälfte der Wolfsberger ab. Nicht so in den beiden Spielen in der Meisterrunde. Schon in Salzburg war der WAC ebenbürtig, lieferte der europacupgestählten Startruppe von Marco Rose einen sehenswerten Schlagabtausch auf Augenhöhe. Da wurde der Gegner schon im Spielaufbau gestört, der über 80 Minuten nicht richtig ins Spiel kam. Ausgerechnet die Salzburger Leihgabe Sekou Koita hatte die Wölfe in der 55. Minute, mit einem sehenswerten Treffer, in Führung gebracht, die Bullen steuerten auf die erste Heimniederlage in der Saison hin, doch in den letzten Spielminuten kippte das Spiel zum Leidwesen der aufopfernd kämpfenden Lavanttaler und Trainer Christian Ilzer. 

Ein Zuordnungsfehler nach einem Eckball und zwei Einzelleistungen der Salzburger Stars machte die greifbare Sensation zu Nichte, der WAC verlor unverdient noch mit 1:3.

Revanche geglückt

Nur drei Tage später, zum Auftakt der Rückspielserie in der Meistergruppe, zeigten die Lavanttaler, dass die Leistung in Salzburg keine Eintagsfliege war. Salzburg-Coach Marco Rose verzichtete im »Rückspiel« auf Torjäger Munas Dabbur, wahrscheinlich um ihn für das Cup-Finale am 1. Mai gegen Rapid Wien in Klagenfurt zu schonen. Aber dies änderte nichts an der Klasse des Titelverteidigers. Wie schon in Salzburg spielte der WAC mutig nach vorne, die Stürmer Sekou Koita und Kevin Friesenbichler attackierten früh den Spielaufbau und waren bei Ballverlust die ersten »Verteidiger«. Der erste Lohn für diese Bemühungen wurde bereits nach 35. Minuten eingefahren. Sollbauer hatte einen Freistoß außerhalb des eigenen Sechzehners schnell nach vorne gespielt, Michael Liendl mit Kopfball zu Koita verlängert, der wiederum per Kopf Kevin Friesenbichler ideal bediente. Die steirische Leihgabe der Wiener Austria vollstreckte souverän zum 1:0. Bis zur Pause erspielte sich der WAC noch mehrere Chancen auf das fällige 2:0 heraus, doch Mario Leitgeb und noch einmal Friesenbichler fehlte die Präzision bei den Abschlüssen.

Da sich nach dem Seitenwechsel nichts am Spielcharakter änderte reagierte Salzburg. Fredrik Gulbrandsen kam für Hannes Wolf und der norwegische Nationalspieler schoss kurz darauf das sehenswerte Tor zum 1:1. Diesmal zeigte der Ausgleichstreffer keine Wirkung beim WAC. Marcel Ritzmaier stellte sechs Minuten später wieder den Ein-Tore-Vorsprung her und der Sieg über den Titelverteidiger war perfekt. »Wir haben eine überragende Woche hinter uns. Es ist ein Riesenerfolg, den wir nur kurz wirken lassen dürfen. Um unser Ziel zu erreichen, bedarf es bereits jetzt vollen Fokus auf die letzten Runden«, meinte WAC-Coach Ilzer. Am Sonntag geht es in Linz gegen den LASK. In den bisherigen Spielen gegen die Oberösterreicher gab es nur einen Punkt und ein Tor, aber der WAC hat bislang in der Meisterrunde erst ein Spiel und das gegen Salzburg verloren.

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