WAC in der MeisterrundeAusgabe | Mittwoch, 20. März 2019

Dank der Tore von Lukas Schmitz und Sekou Koita ist der Wolfsberger AC unter den besten sechs Vereinen im österreichischen Fußball und mischt nun mit den Großen Red Bull Salzburg und Sturm Graz in der Meisterrunde der österreichischen Fußball-Bundesliga mit.

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Wolfsberg. Mit dem 2:2 gegen Admira erreichte der WAC aus eigener Kraft die Qualifikation für die Meistergruppe in der Fußball-Bundesliga und geht als Vierter in die Spielserie, in der es um den Titel und die internationalen Plätze geht.

Der Druck im entscheidenden Spiel gegen die Niederösterreicher war für die WAC-Kicker enorm. Zwar hatte Präsident Dietmar Riegler unter der Woche und kurz vor dem Spiel in einem Sky-Interview versucht, mit einem klaren Bekenntnis zu Trainer und Mannschaft für Ruhe zu sorgen: »Es wäre kein Beinbruch, wenn wir den Sprung in die Meisterrunde nicht schaffen würden.« Doch die Angst vor dem Versagen war der Mannschaft in den 90 Minuten anzusehen. Da nutzte selbst die schnelle Führung durch einen sehenswerten Volleytreffer von Lukas Schmitz nichts, um das Nervenflattern abzulegen. Durch zwei Standards und unter großzügiger Mithilfe der WAC-Hintermannschaft drehte Admira innerhalb von 20 Minuten die Partie und ging mit 2:1 in Führung. Als kurz danach Sasa Kalajdiz nach der zweiten gelben Karte mit Gelb-Rot vom Platz flog, fand der WAC in numerischer Überlegenheit wieder in die Spur zurück. Kurz nach dem Seitenwechsel gelang Neuzugang Sekou Koita das so wichtige 2:2. Obwohl Michael Liendl als Spielmacher den freien Raum in der zweiten Hälfte geschickt nutzte, 110 Ballaktionen und acht Schussvorlagen verbuchen konnte – die Handbremse in den Köpfen der Lavanttaler Kicker löste sich nicht. Das 2:2 wurde dennoch souverän über die Distanz gebracht. 

In der Länderspielpause wollen Trainer Christian Ilzer und sein Team den WAC wieder in die Spur bringen und versuchen an die Leistungen, die vor der Winterpause gezeigt wurden, heranzubringen. 

»Jetzt haben wir keinen Druck mehr und auch keine Abstiegssorgen. Wir wollen uns gut erholen, damit wir befreiter spielen können – wie im Herbst, als wir acht Partien zu null spielten«, so Ilzer.

In der Meisterrunde sind Titelverteidiger Salzburg, LASK, Sturm Graz, St. Pölten und Austria Wien. Zieht man die direkten Partien gegen die fünf Kontrahenten im Grunddurchgang heran, dann kann der WAC im Kampf um Platz drei mitmischen. In der »kleinen« Tabelle der ersten Sechs nach den Partien der Vorrunde wäre der WAC Vierter, punktegleich mit Sturm Graz mit je elf Punkten (Salzburg 26, LASK 14, St. Pölten neun und Austria Wien fünf). Für Spannung in den kommenden zehn Runden ist also gesorgt.

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