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Wolfsberg. Was bleibt von einer großen Liebe, wenn die gemeinsame Zeit längst vorbei ist? Vielleicht ein Kuss im Sommerregen. Vielleicht der Duft von Kamillentee. Vielleicht eine vergilbte Postkarte in einer alten Schublade. Genau diesen Fragen geht das außergewöhnliche Bühnenprojekt »Über die Liebe(n) meines Lebens« nach, das Ende Oktober im Rathausfestsaal Wolfsberg zu sehen sein wird.
Hinter der Produktion steht der Wolfsberger Theatermacher Maximilian Theiß, der in der Region durch die Markusbühne Wolfsberg, die »Mystische Nacht« sowie seine zahlreichen Sagen- und Märcheninszenierungen bekannt ist. Diesmal betritt Theiß jedoch neues Terrain. Mit »Über die Liebe(n) meines Lebens« hat er eine persönliche und zugleich universelle Ein-Mann-Erzählung geschaffen, die Erinnerungen, Begegnungen und Emotionen auf poetische Weise miteinander verbindet.
Die Idee entstand aus einer Zusammenarbeit mit der Kärntner Vokalgruppe »Die Neffen von Tante Eleonor«. Als Theiß die Sänger kontaktierte und ihnen sein Konzept vorstellte, war die Begeisterung sofort groß. Gemeinsam entwickelten sie einen Theaterabend, der bewusst zwischen Erzählkunst und Konzert angesiedelt ist.
Im Mittelpunkt steht die Figur François, ein Charmeur zwischen Melancholie und Lebensfreude. Mit einem alten Koffer als Wegbegleiter öffnet er das Archiv seiner Erinnerungen und nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch acht Episoden seines Lebens. Jede Geschichte erzählt von einer Frau, die ihn geprägt, bewegt oder verändert hat. Namen wie Amelie, Isabelle oder Valerie stehen dabei stellvertretend für Erfahrungen, die viele Menschen aus ihrem eigenen Leben kennen: das erste Verliebtsein, das Glück gemeinsamer Augenblicke, die Verwirrung der Gefühle und auch den Schmerz des Abschieds.
Dabei wird die Atmosphäre des Abends ständig neu eingefärbt. Humorvolle Szenen wechseln sich mit stillen, berührenden Momenten ab. Auf ein Schmunzeln folgt manchmal ein nachdenklicher Blick, auf Leichtigkeit eine überraschende emotionale Tiefe. Gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz der Produktion aus.
Für die musikalische Komponente sorgen »Die Neffen von Tante Eleonor« mit ihren charakteristischen A-cappella-Klängen. Die vier Sänger Tommy Schmid, Andreas Hobel, Christoph Murke und Marko Zeiler begleiten die Geschichten nicht bloß im Hintergrund.
Vielmehr werden die musikalischen Einlagen zu einem eigenständigen Erzählelement. Sie umrahmen die Episoden, kommentieren das Geschehen, setzen Pointen und verleihen den Erinnerungen eine zusätzliche emotionale Ebene.
So entsteht ein szenischer Raum zwischen Theater und Konzert, zwischen gesprochener Poesie und musikalischer Ausdruckskraft. Das Publikum darf sich auf einen Abend freuen, der gleichermaßen unterhält und berührt, der zum Lachen einlädt und gleichzeitig dazu anregt, über die eigenen Erinnerungen nachzudenken.
Drei Aufführungen
Die Aufführungen finden am Samstag, 24. Oktober, sowie am Sonntag, 25. Oktober, jeweils um 19 Uhr im Rathausfestsaal Wolfsberg statt. Bereits zuvor gibt es am 25. Oktober um 11 Uhr eine Vorstellung im Schloss Albeck. Karten gibt es um 30 Euro bei der Trafik Bardel am Hohen Platz oder per Mail an office@dieneffen.at oder per Telefon unter 0664 4664488.
// Gewinnspiel
Für die beiden Aufführungen in Wolfsberg verlosen die Unterkärntner Nachrichten jeweils zwei Eintrittskarten. Um am Gewinnspiel teilzunehmen einfach die Frage per E-Mail an gewinnspielno@spamunterkaerntner.at richtig beantworten und Telefonnummer sowie den Wunschtermin in Wolfsberg angeben.Die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt.Einsendeschluss ist Montag, 5. Oktober.
Gewinnfrage: Wie viele Neffen hat Tante Eleonor?

Von Michael Swersina
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