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Überdachung für Sandkiste wird verschenkt, der Verkehr beim Kindergarten soll sicherer werdenAusgabe 36 | Mittwoch, 2. September 2026

In Bad St. Leonhard wird eine nicht mehr benötigte Sandkistenüberdachung verschenkt – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Rund um den Kindergarten soll außerdem der Verkehr sicherer werden. Die Gespräche laufen bereits, mehrere Maßnahmen sind in Planung.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Oben: Der Verkehr soll im Bereich des Kindergartens (rechts im Bild) sicherer werden. Bodenmarkierungen zeigen bereits Wirkung, weitere Maßnahmen sollen demnächst zur Umsetzung kommen. Unten: Diese Sandkistenüberdachung wird verschenkt. Wer sich zuerst meldet und sie abbaut, kann das gute Stück haben. Fotos: Tripolt

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Bad St. Leonhard. Während eine Sandkistenüberdachung in Wolfsberg derzeit für Diskussionen sorgt, weil sie nicht den gesamten Tag über den geforderten Schatten spenden soll (wir berichteten), wird eine Überdachung in Bad St. Leonhard verschenkt. Sie befindet sich derzeit noch über der Sandkiste auf dem ehemaligen Spielplatz gegenüber dem Kindergarten. »Die Sandkiste ist schon desolat, aber die Überdachung ist noch gut«, erklärt Ewald Gunzer, Leiter des Wirtschaftshofs Bad St. Leonhard. Da der Spielplatz aufgelöst werden soll, würde die Überdachung ansonsten beim Abriss auf dem Sperrmüll landen.

»Wer sie abbaut, kann sie haben«, sagt Gunzer, der auch darauf verweist, dass die Überdachung aufgrund ihrer Größe – sie ist rund drei Meter breit, 4,5 Meter lang und ca. 2,30 Meter hoch – auch anderweitig genutzt werden – etwa als Carport. Bereits in der vergangenen Woche habe es erste Anrufe von Interessenten gegeben. »Wer zuerst zusagt, der bekommt die Überdachung«, so Gunzer. Interessenten können sich beim Wirtschaftshofleiter unter der Nummer 0664/162 18 41 melden.

Hintergrund für die Auflösung des bisherigen Spielplatzes ist die Erweiterung des Kindergartens, der im Jahr 2023 um rund 2,3 Millionen Euro unter anderem einen zweigeschoßigen Zubau erhielt. Im Zuge der Arbeiten wurde auf der Südseite auch ein vergrößerter Spielplatz geschaffen. Damit entfällt für die Kinder der Weg über die Straße zum Spielen im Außenbereich. Auf der Fläche des bisherigen Spielplatzes könnte künftig ein Parkplatz für die Bediensteten des Kindergartens entstehen. Fixiert ist dieses Vorhaben allerdings noch nicht.

Bürgermeister Dieter Dohr betont, dass es bis zur Errichtung der Parkplätze noch einige offene Fragen gibt. Die Stadtgemeinde befindet sich derzeit in Gesprächen mit der Diözese, der Wildbachverbauung und Anrainern. Weitere Gespräche sollen folgen.

Verkehr soll sicherer werden
Parallel dazu soll die Verkehrssituation rund um den Kindergarten verbessert werden. Im Mittelpunkt steht dabei die bestehende 30-km/h-Beschränkung. Angedacht ist, die Einhaltung der Geschwindigkeit stichprobenartig von der Exekutive kontrollieren zu lassen, wie Bürgermeister Dohr sagt: »Die Polizei wurde bereits gebeten, die Situation entsprechend zu überprüfen.«

Weitere Maßnahmen
Zusätzlich soll eine Sicherheitstafel mit Geschwindigkeitsanzeige aufgestellt werden. Erste Maßnahmen zeigen laut Dohr bereits Wirkung: »Die aufgebrachten 30-km/h-Bodenmarkierungen haben dazu beigetragen, dass Autofahrer stärker auf die Geschwindigkeitsbegrenzung achten.« Weitere Maßnahmen sind ebenfalls im Gespräch. So sollen laut Dohr etwa bunte Fußabdrücke auf der Fahrbahn angebracht werden, um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer zusätzlich auf den Kindergartenbereich zu lenken. Auch ein möglicher Lotsendienst wird überlegt, bei dem ein Elternteil gemeinsam mit einem Kind für mehr Sicherheit sorgt. Letzteres sei noch nicht beschlossen. »Wir sind erst in Gesprächen«, stellt Dohr klar. Ob es tatsächlich zu einem Lotsendienst kommt, müsse erst geklärt werden.

Zu der ursprünglich angedachten Lösung, die Straße zu verlegen, wird es hingegen nicht kommen. »Die Verlegung der Straße ist kein Thema mehr, weil wir die finanzielle Bedeckung nicht geschafft haben«, sagt Dohr, der die Kosten für die Straßenverlegung auf rund 600.000 Euro schätzt. Der Kreuzungsbereich nördlich des Kindergartens müsste zu einem Kreisverkehr umgebaut werden.

Die Stadtgemeinde setzt auf kleinere, deutlich günstigere Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit im Bereich des Kindergartens und der Kindertagesstätte, die sich im selben Gebäude befindet, zu beruhigen bzw. sicherer zu machen. 

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