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Wolfsberg, Graz. Wenn Jacob Swersina – Co-Trainer beim GAK – am 8. Feber mit dem GAK im Lavanttal einläuft, ist es für den 22‑Jährigen weit mehr als ein gewöhnliches Auswärtsspiel. »Es ist immer etwas Besonderes, wenn man nach Hause kommt«, sagt der Co‑Trainer. Viele bekannte Gesichter, alte Weggefährten, Erinnerungen an Jugendjahre – und doch zählt am Ende nur eines: »Ich möchte mit meiner Mannschaft gewinnen.«
Drei Spiele, drei Niederlagen – die Statistik gegen den WAC ist aus GAK‑Sicht ernüchternd. Swersina formuliert es klar: »Es wird Zeit, dass wir die Bilanz aufpolieren.« Die Vorbereitung sei gut verlaufen, die Mannschaft fühle sich bereit. Gerade für ihn, der regelmäßig Spiele der WAC Amateure besucht und die Region bestens kennt, ist dieses Match etwas Besonderes: »Aber sobald der Anpfiff ertönt, zählt nur der GAK.«
Der junge Lavanttaler hat beim GAK längst eine zentrale Rolle im Trainerteam eingenommen. Seit Sommer arbeitet er unter Cheftrainer Ferdinand Feldhofer, den er bereits aus gemeinsamen Zeiten beim WAC kennt. »Er hat mir sehr früh Vertrauen gegeben. Die Zusammenarbeit ist super, und ich versuche jeden Tag, das bestmöglich zurückzugeben.« Mit Feldhofer, Standfest, Swersina und dem erweiterten Trainerstab ist die sportliche Leitung breiter aufgestellt als je zuvor. Swersina ist auch in der Analyse eingebunden, bereitet Gegner vor, schaut sich Spielszenen genau an und liefert Inputs für den Matchplan.
Geprägt von Messner
Trotz seines jungen Alters hat Swersina bereits mehrere Trainerphasen beim GAK erlebt. Besonders prägend war für ihn Gernot Messner: »Ohne ihn wäre ich nie zum GAK gekommen. Er hat mir die Tür geöffnet.« Unter Feldhofer habe er nun »noch einmal neue Dinge gelernt« und einen nächsten Schritt gemacht. Die tägliche Arbeit im Spitzensport beschreibt er als Privileg: »Für mich ist es der schönste Beruf, den ich mir vorstellen kann.«
Parallel arbeitet er an seiner Trainerlaufbahn. Die UEFA-B‑Lizenz hat er schon, die UEFA‑A-Lizenz soll folgen. Ob er eines Tages selbst Cheftrainer sein möchte? »Natürlich macht man sich Gedanken. Aber ich habe gelernt, nicht zu weit in die Zukunft zu denken. Ich fühle mich beim GAK sehr wohl und habe keine Eile.«
Ein Klub im Wandel
Seit seinem Einstieg im Jahr 2024 hat sich beim GAK viel verändert. »Der Verein ist in die Bundesliga aufgestiegen und versucht sich jeden Tag zu professionalisieren«, sagt Swersina. Eine neue Kraftkammer im Trainingszentrum, gemeinsames Mittagessen, ein stetig wachsendes Trainerteam – der Klub geht konsequent den Weg Richtung Bundesliga‑Standard.
Zu seinen persönlichen Highlights zählen der Aufstieg in die Bundesliga, die emotionalen Derbys gegen Sturm Graz und das dramatische Saisonfinale gegen Tirol in der vergangenen Saison, bei dem der GAK den Klassenerhalt fixierte. »Jeder Titel, jeder Erfolg ist harte Arbeit. Nichts ist selbstverständlich«, so Swersina.
Verwurzelung im Lavanttal
Trotz seines Jobs in Graz bleibt Swersina seiner Heimat eng verbunden. Einmal pro Woche versucht er ins Lavanttal zu fahren, besucht Freunde, schaut Spiele in der Kärntner Liga oder Unterliga an. »Das Lavanttal liegt mir sehr am Herzen. Dort ist mein engster Freundeskreis«, sagt Swersina.
Auch privat dreht sich vieles um Fußball. Und natürlich blickt er gespannt auf die kommende Weltmeisterschaft, bei der Österreich erstmals in seiner Lebenszeit dabei ist: »Ich freue mich riesig. Argentinien ist für mich Favorit in der Österreich-Gruppe, aber Algerien darf man nicht unterschätzen.«

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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