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Lavanttal, Klagenfurt. Bereits zum fünften Mal verwandeln Kärntens Berufsfotografen das Strandbad Klagenfurt in eine Freiluft-Galerie. Aus über 400 Einreichungen wählte eine hochkarätige Fachjury 56 Werke aus, die großformatig bis zum Ende der Badesaison die weißen Badehütten im Klagenfurter Strandbad zieren. »Diese Ausstellung macht sichtbar, wie viel künstlerisches und technisches Können in unsere Branche steckt«, betont Michael Linzer, Innungsmeister der Kärntner Berufsfotografen. Weiter sagt er: »Unsere Mitglieder sind nicht nur kreative Köpfe, sondern wichtige Partner für Wirtschaft, Tourismus und Medien. Gerade im Zeitalter der Bilderflut ist professionelle Fotografie ein Qualitätsmerkmal, sei es für Werbung, Unternehmensauftritte oder emotionale Erinnerungen.«
Die Fotografien zeigen eine große Bandbreite an Themen: Porträt, Landschaft, Kunst, Technik, Werbung, Hochzeit, Sport und Tier. Auch Werke von neun Lavanttaler Berufsfotografen wurden für die Ausstellung ausgewählt. So präsentieren die Lavanttaler Bepo Emhofer, Jakob Gutschi, Rene Knabl, Sabrina Melcher, Lena Pirker, Bianca Puschl, Ramona Steiner, Elisa Zarfl und Elisabeth Zimmermann ihre Bilder im Strandbad.
Jedes Foto ist mit einem QR-Code versehen, über den das Profil des jeweiligen Fotografen bzw. Fotografin gezeigt wird.
Die Ausstellung ist noch bis September im öffentlichen Bereich des Strandbads zu sehen.
Der Berufsfotograf
Die Lehre zum Berufsfotografen ist eine duale Ausbildung, die in der Regel 3,5 Jahre dauert und sowohl praktische Arbeit im Ausbildungsbetrieb als auch theoretischen Unterricht in der Berufsschule umfasst. Eine Verkürzung ist möglich, wenn der Lehrling eine andere Lehre abgeschlossen hat oder die Matura besitzt.
Im Ausbildungsbetrieb erlernt der Lehrling die praktischen Fähigkeiten, wie z. B. Fotografieren, Bildbearbeitung, Kundenberatung und das Arbeiten mit verschiedenen technischen Geräten.
In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, wie Bildgestaltung, Lichtsetzung, Farb- und Belichtungslehre sowie die Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung.
Die Ausbildung wird mit der Lehrabschlussprüfung beendet. Es besteht auch die Möglichkeit einer Berufsmatura (Lehre mit Reifeprüfung).
Die Berufsbezeichnung »Fotograf« ist in Österreich nicht geschützt, d. h. jeder kann sich so nennen, auch ohne eine Ausbildung. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Fotografen an Schulen oder Hochschulen zu absolvieren.
Für die Ausbildung sind die Lehrstellenstellen der Wirtschaftskammern (WKO) zuständig.
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