Artikel
Bad St. Leonhard. Seit Mittwoch, 4. März, verzichten Schüler in ganz Österreich freiwillig auf ihre Smartphones. Auch in Bad St. Leonhard haben sich die vierten Klassen der Mittelschule dazu entschlossen, an diesem Projekt teilzunehmen. Insgesamt 30 der 42 Schüler der Klassen 4a und 4b gaben ihre Smartphones vor der ersten Unterrichtsstunde am Mittwoch der Vorwoche bei Schulwart Franz Berger ab, der die Geräte in einem Safe sicher verschlossen aufbewahrt. Am Dienstag, 24. März, wird dieser geöffnet, und die Schüler bekommen ihre Geräte zurück.
Eine der 30 Schülerinnen ist Viktoria Penz. Die 14-Jährige besucht die 4a und sagt zum Experiment: »Ich finde es interessant auszuprobieren, wie es ist, auf sein Handy zu verzichten.« Sie selbst sagt, dass sie ihr Handy täglich nutzt – vorwiegend für soziale Medien wie Instagram und Snapchat.
»Vermutlich wird mir nach den drei Wochen bewusst, wie abhängig man von seinem Handy ist«
Viktoria Penz, Schülerin der 4a
»Ich denke, am Anfang wird es schwer sein, doch wenn man sich an die neue Situation gewöhnt hat, wird es sicher leichter«, sagt die 14-Jähige. Was sie sich von der Teilnahme erwartet? »Ich glaube, ich werde froh sein, wenn ich mein Smartphone wieder zurückbekomme, und vermutlich wird mir nach diesen drei Wochen auch bewusst sein, wie abhängig man von seinem Handy eigentlich ist«, sagt Victoria Penz. Ihre Eltern befürworteten ihre Teilnahme und hielten es für eine gute Idee. Für Notfälle haben sie ihrer Tochter ein Tastenhandy besorgt.
»Glaube, dass ich es schaffe«
Hannah Gaber, ebenfalls 14 Jahre alt, besucht die 4b der Mittelschule. Auch sie ist eine der 30 Schüler, die ihr Smartphone abgegeben haben. Sie sagt: »Ich will herausfinden, wie es ist, drei Wochen ohne Handy zu sein. Ich glaube schon, dass ich es schaffe, auch wenn es in den ersten Tagen nicht einfach sein wird.«
»Ich erwarte mir, dass ich merke, wie viel freie Zeit ich ohne mein Handy habe«
Hannah Gaber, Schülerin der 4b
Sie erwartet sich von dem dreiwöchigen Experiment, »dass ich merke, wie Zeit ich am Handy verbringen und wie viel freie Zeit ich ohne es habe«. Hauptsächlich nutzte sie ihr Handy vor dem Projekt zum Telefonieren und für Social Media. Bestärkt, am Experiment teilzunehmen, hat sie ihre Mutter, wie Hannah Gaber sagt: »Sie fand das Projekt spannend und wollte, dass ich mitmache.«
Über das Projekt
Vor dem Projektstart mussten die Schüler einen Fragebogen ausfüllen. Sie haben während der drei Wochen jederzeit die Möglichkeit, das Experiment abzubrechen und ihr Handy zurückzubekommen. Im Unterricht wird das Projekt ebenfalls behandelt – in den Fächern Biologie (Suchtverhalten) und digitale Bildung. Am Dienstag, 24. März, bekommen sie ihre Smartphones spätestens zurück. Auch nach den drei Wochen ist von den 42 Schülern erneut ein Fragebogen auszufüllen.
Alle weiteren Infos zu dem Projekt gibt es auch online unter www.handyexperiment.at.

Von Philipp Tripolt
Die Eiszeit im Lavanttal ist gestartet: Neue Sorten, volle Vitrinen und erste Kugeln des Jahres locken
Gedreht im Lavanttal: Der Film »Ich bin Bäuerin« zeigt die Aufgaben zwischen Stall, Betrieb, Familie
Ein Jahr später als angekündigt: Im Juni beginnt in Jakling der Bau des Rüsthauses samt Wohnungen
0 Kommentare Kommentieren
Keine Kommentare gefunden!