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Wolfsberg. Die Geschichte der Café-Konditorei Eberhard begann eigentlich bereits im Jahr 1963, als Alois und Waltraud Eberhard mit dem Bau ihres Wohnhauses in der Nähe des Stadionbads begannen. Sie waren bereits sehr weitsichtig und berücksichtigten dabei Räume für eine spätere Café-Konditorei. Alois schaffte auch schon erste Maschinen für den künftigen Betrieb an, da er als Bäcker und Konditor bereits die Selbstständigkeit im Auge hatte. 1970 war es dann soweit und es erfolgte die Eröffnung der Café-Konditorei Eberhard mit zwei kleinen Gastzimmern.
Alois konzentrierte sich auf die Konditorei, der ursprüngliche Plan, der Betrieb einer Bäckerei, wurde über Bord geworfen. Bereits ab sechs Uhr morgens standen Alois und Waltraud in der Backstube und bedienten nebenbei noch die Gäste des Cafés. Das Ehepaar zog auch noch drei Kinder, Alois, Roswitha und Helga auf, die im elterlichen Betrieb immer fleißig mithalfen.
Eine erste Erweiterung der Räume gab es 1971 und im Jahr darauf folgte eine zweite Vergrößerung. Auch das Angebot wurde im Lauf der Jahre immer mehr ausgeweitet – als Klassiker sind jedoch etwa Schwarzwälder Kirschtorten, Cremeschnitten oder auch der beliebte Eberhard-Toast nach wie vor heiß begehrt. Von Beginn an stand auch selbst gemachtes Eis auf der Karte – heuer werden um die 18 Sorten zur sommerlichen Erfrischung angeboten.
Ein Vorreiter war die Café-Konditorei auch bei italienischen Speisen, so wurde dort bereits 1974 die erste Pizza in Wolfsberg angeboten, die es auch heute noch immer donnerstags gibt. Der Pizza-Donnerstag ist geblieben.
Sohn übernimmt
Vor dreißig Jahren, also im Jahr 1995, übernahm Sohn Alois, gemeinsam mit seiner Frau Karin, die Café-Konditorei. Parallel zur Übernahme wurde auch der großzügige Wintergarten errichtet sowie die WC-Anlagen im Untergeschoss umgebaut und ebenerdig auch ein Behinderten-WC errichtet. 2001 wurde im Zuge des Terrassenbaus eine Rampe für Rollstuhlfahrer errichtet, um den barrierefreien Zugang zum Lokal zu ermöglichen. Ein Jahr später wurde der große Gastraum inklusive des Thekenbereichs erneuert. 2011 wurden schließlich die Backstube und die Küche erneuert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht und im Frühjahr 2015 fanden die bislang letzten größeren Umbauarbeiten statt: Der Gastgarten wurde komplett umgestaltet und ein Kinderspielplatz errichtet.
»Ich bin dankbar, dass meine Eltern die Konditorei gründeten und die Familie immer angepackt hat«
Alois Eberhard, führt das Unternehmen
Obwohl Alois jr. die Café-Konditorei seit dreißig Jahren führt, helfen seine Eltern Alois und Waltraud nach wie vor mit und sind regelmäßig im Café anzutreffen, wo sie die Gäste bedienen und sich mit ihnen unterhalten. Immerhin sind viele der Stammgäste – manche davon seit der Eröffnung im Jahr 1970 – für das Gründer-Paar fast schon Familie.
Dritte Generation
Mittlerweile steht die dritte Generation in den Startlöchern. Mit den Töchtern Stefanie und Kathrin, beide sind ausgebildete Konditorinnen, ist die Backstube gesichert. Und Neffe Martin Gutschi mit seiner Partnerin sind im Service tätig. Alois jr. sagt: »Ich bin dankbar, dass meine Eltern die Café-Konditorei gegründet haben und dass meine Schwestern und meine Schwäger immer kräftig angepackt haben.«
Im Wandel der Zeit
Alois Eberhard verbindet in der Café-Konditorei Tradition mit Neuem. »Die Zeiten haben sich geändert und so auch das Angebot. Man darf dabei aber nicht auf die österreichischen Konditorwaren vergessen. Natürlich gibt es bei uns auch Cup-Cakes, Donuts, Muffins und Cheesecake, aber auch die klassischen österreichischen Produkte wie Mocca-Schnitte, Punschkrapferl und Sachertorte gehören einfach dazu. Man soll sich vor dem Modernen nicht verschließen, aber auch das Alte nicht vergessen«, sagt Alois jr., der anlässlich des Doppeljubiläums den »1970er-Kuchen« ins Sortiment aufgenommen hat. »Der Kuchen war in den 1970er-Jahren sehr beliebt und ich habe das Rezept kürzlich in einem alten Rezeptbuch wiedergefunden. Es ist ein Kuchen aus Germteig, gefüllt entweder mit Kakao oder mit Zimt und Zucker«, erzählt Alois jr.
Im umfangreichen Angebot stehen aber auch handgemachte Pralinen, ergänzt wird die süße Produktpalette von rund 65 Eisbechern und Pikantem. So stehen auch der »Eberhard Toast«, Schinkenstangerl, Gulaschsuppe und im Sommer verschiedene Salate auf der Speisekarte.
Regelmäßige Veranstaltungen
Auch Veranstaltungen standen und stehen immer wieder auf dem Programm. So gibt es jedes Jahr das traditionelle Maibaumsetzen, das Maibaumstocken, eine Silvesterparty, Cocktail-Partys, Grillabende uvm. »Damit wollen wir den Leuten auch etwas Abwechslung bieten«, so der Konditormeister. Kürzlich wurde natürlich auch das Doppeljubiläum mit einem großen Fest gebührend gefeiert, zu dem zahlreiche Besucher kamen und sich bei Musik, Gegrilltem und allerlei Süßem prächtig unterhielten. Für die musikalische Unterhaltung sorgten »Die 3 Kärntner«.
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