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Wolfsberg. Müllinseln sind in Wolfsberg meist kein schöner Anblick – überquellende Abfallbehälter, auf der Straße abgelegte Müllsäcke sind dort oft zu sehen, begleitet von unangenehmen Gerüchen. Wenn eine solche Müllinsel dann auch noch direkt neben einem Wohnhaus aufgestellt ist, kann es zu massiven Geruchsbelästigungen für die Anrainer kommen. Das ist im Rindermarkt der Fall.
Stein des Anstoßes sind die zwei Abfallbehälter für Metall, die vom Kanalplatz auf den Parkplatz am Rindermarkt verlegt wurden und nun für Ärger sorgen. »Gerade aus den Metallbehältern steigen immer wieder üble Gerüche auf. Man braucht sich ja nur vorzustellen, da wird alles reingeworfen, die Dosen und Verpackungen werden natürlich nicht ausgewaschen und welche Gerüche Dosen mit Fischresten, gerade jetzt im Sommer bei den heißen Temperaturen, entwickeln, kann sich wohl jeder selbst vorstellen«, erzählt eine verärgerte Anrainerin, die bei offenen Fenstern die Duftwolke frei Haus geliefert bekommt.
»Leute werfen hier alles mögliche weg, wir haben auch schon einmal eine alte Matratze gefunden«
Eine Anrainerin im Rindermarkt
Sie und einige weitere Anrainer des Rindermarkts fordern nun, dass die Müllinsel entfernt wird: »Abgesehen von der Geruchsbelästigung ist es auch kein schöner Anblick. Denn es wird hier nicht nur Papier und Kunststoff entsorgt. Leute werfen hier alles mögliche weg, wir haben auch schon einmal eine alte Matratze gefunden und vieles mehr«, so die Bewohnerin eines Hauses im Rindermarkt. Bereits vor einiger Zeit habe sie den damaligen Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz auf die Probleme aufmerksam gemacht, doch den gibt es nun nicht mehr.
Sein Nachfolger Hannes Primus (SPÖ) meint dazu: »2021 sollte es bezüglich des Mülls eine kärntenweite Lösung geben. Dann würden bei der Müllinsel lediglich die beiden Altpapiercontainer stehen bleiben, die Metallbehälter werden dann entfernt.«
Ärger mit Parkflächen
Doch es gibt noch weitere Probleme für die Anrainer am Rindermarkt. Die Parkflächen am Rindermarkt sind Dauerparkplätze. Fahrzeuge werden dort manchmal sogar tagelang abgestellt, die Bewohner vom Rindermarkt selbst finden dann keinen Parkplatz in der Nähe ihrer Wohnung.
»Oft werden auch die Hauseinfahrten zugeparkt. Da muss man dann zuerst die Polizei rufen, wenn man aus der Garage fahren möchte. Ärgerlich ist auch, dass hier Parkplätze von Leuten aus anderen Bezirken genutzt werden und die Anrainer müssen sich einen Parkplatz um viel Geld mieten. Das ist einfach unfair«, macht eine Anrainerin ihrem Unmut Luft. Die Bewohner fordern nun, dass dass das Parken im Rindermarkt nur für Bewohner der Straße gestattet wird. Auch hier liegt nun die Lösung beim neuen Bürgermeister. Primus sagt: »Dort wo ein Z auf den Boden gemalt ist, ist Halten und Parken verboten. An gewissen Stellen ist die Straße im Rindermarkt so eng, dass Einsatzkräfte nicht mehr durchkommen. Ich werde mir die Sache genau anschauen, denn wir brauchen für diesen Bereich ohnehin ein ordentliches Verkehrskonzept. Und wir werden im Einklang mit den Anrainern eine passende Lösung finden. Ein wichtiger erster Schritt war die Asphaltierung des Schotterparkplatzes und die Vermietung von Parkflächen.«
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