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Grenzübergreifende Sicherheit: Neue Pumpen für den NotfallAusgabe 39 | Montag, 28. September 2026

In Lavamünd wurden drei Großraumpumpen an die Feuerwehren übergeben. Sie sind Teil eines EU-Projekts mit Slowenien. In der Not hilft einer dem anderen.

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Lavamünd. Die zunehmenden Naturkatastrophen der vergangenen Jahre machen eine enge Zusammenarbeit über Landes- und Staatsgrenzen immer wichtiger. Im Rahmen des EU-Projekts »Interreg SI-AT – Karawanken Monitoring ›KaraMon‹« wird die grenzübergreifende Einsatzbereitschaft im Geopark Karawanken weiter gestärkt. Zuletzt nahm Landeshauptmann Daniel Fellner in seiner Funktion als Feuerwehrreferent in Lavamünd an der Übergabe und Segnung von drei Großraumpumpen an die Feuerwehren teil.

Die Bürgermeister von Lavamünd und Globasnitz, Wolfgang Gallant und Bernard Sadovnik, berichteten aus ihren Erfahrungen mit Hochwasserlagen. Für beide Grenzgemeinden sei es selbstverständlich, die slowenischen Nachbarn in Katastrophenfällen zu unterstützen. Umgekehrt könne man im Ernstfall auch mit Hilfe aus Slowenien rechnen. Beide Bürgermeister begrüßten das EU-Projekt und die Anschaffung von Ausrüstung zur Erhöhung der Sicherheit.

An dem Projekt beteiligen sich der Kärntner und der slowenische Landesfeuerwehrverband, der EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit) Geopark Karawanken, GeoSphere Austria sowie Gemeinden und Regionen aus Österreich und Slowenien. Aktuell befindet sich das Projekt in der zweiten von insgesamt drei Phasen.

Die drei Phasen des Projekts
In der ersten Phase wurde in Zusammenarbeit zwischen der Landesgeologie, GeoSphere Austria und dem Geologischen Institut der Republik Slowenien ein Erdrutschwarnsystem in den Karawanken umgesetzt.

Die zweite Phase umfasst Ausstattungspakete für die Feuerwehren in Kärnten und Slowenien, wozu auch die drei übergebenen Großraumpumpen gehören. Sie verfügen über einen Volumenstrom von 450 Kubikmetern pro Stunde und kommen bei Überflutungen und Hochwasserlagen zum Einsatz. Das Gesamtgewicht jeder Pumpe inklusive Anhänger beträgt rund 3,5 Tonnen. Die Kosten liegen bei rund 110.000 Euro pro Pumpe und werden von der EU, dem Land Kärnten, Slowenien und den Projektpartnern getragen. Ebenfalls Teil der zweiten Phase war die Anschaffung von Einsatzdrohnen. Sie wurden bereits an die Feuerwehren St. Michael ob Bleiburg, Eisenkappel und Ravne na Koroškem übergeben.

In der dritten Phase wird ein konkretes Modell mit Einsatzplänen für eine verbesserte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Katastrophenschutz erarbeitet.

Insgesamt fließen rund zwei Millionen Euro aus EU-Mitteln und von den Projektpartnern in das Projekt. 

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