Wirbel um Leiterbesetzung an der HLW: Die Probleme sollen am runden Tisch geklärt werdenAusgabe 33 | Mittwoch, 12. August 2020

In der Vorwoche berichteten wir über den Ärger von Lehrern, Schülern, Eltern und Personalvertretern der HLW Wolfsberg darüber, die HAK und HLW von nur einem Schulleiter leiten zu lassen. Nun gibt es Gespräche mit der Bildungsdirektion und LH Peter Kaiser.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
In der Vorwoche gab es eine Gesprächsrunde wegen der Leiterbesetzung an der HLW Wolfsberg mit Bildungsdirektor Klinglmaier und Landeshauptmann Kaiser. Diese Woche folgt eine weiteres Gespräch, zu dem auch Judith Schöler und Gerhard Veidl eingeladen sind. Fotos: UN/much, privat

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Wolfsberg. In zahlreichen Leserbriefen an die Unterkärntner Nachrichten sowie andere Medien beschwerten sich Lehrer und Elternvertreter sowie ehemalige Schüler der HLW Wolfsberg über die Direktorenbesetzung an der Schule.

In der Vorwoche lud der Kärntner Bildungsdirektor Robert Klinglmaier zu einem runden Tisch. »Es ist leider ein Spiel wie immer: Wenn die Leute nicht bekommen, was sie wollen, laufen sie zu den Medien. Es kann nicht sein, dass Lehrer der HLW Eltern und Schüler verunsichern, indem sie sagen, dass es die HLW nicht mehr geben wird. Auch bei einem Schulcluster bleiben die Schulen erhalten. Es wird eine HLW und eine HAK geben. Nur die Verwaltung wird zusammengelegt«, meinte Bildungsdirektor Klinglmair in der Vorwoche zu den Unterkärntner Nachrichten. 

»Die Gespräche sind nun wichtig, um die Emotionen wieder herauszunehmen«
Robert Klinglmair, Bildungsdirektor

Wie berichtet, wurde der HLW-Lehrerin Judith Schöler die provisorische Leitung der HLW übertragen. Wenige Tage wurde sie aber abberufen und durch HAK-Direktor Gerhard Veidl ersetzt. Seither ist der Wirbel groß.

Am Donnerstag, 6. August, trafen sich schließlich der Bildungsdirektor, Landeshauptmann Peter Kaiser sowie Eltern- und Personalvertreter der HLW Wolfsberg, um eine Lösung für das Problem zu erarbeiten. »Die Gespräche sind wichtig, um die Emotionen wieder herauszunehmen. Es wird noch einen weiteren Termin geben. Wichtig ist, eine Lösung zu finden, die lautet: mittelfristig einen Cluster zu bilden, bei dem alle Beteiligten an einem Strang ziehen«, sagt Klinglmair.

Auch Landeshauptmann Kaiser wies bei dem Treffen darauf hin, dass ihm die Clusterbildung am Herzen liege und er HAK-Direktor Veidl für den erfahreneren Mann für die provisorische Leitung halte.

»Der Landeshauptmann hat sich unsere Bedenken angehört und zeigte sich verständnisvoll«
Christine Domaingo, Personalvertretung HLW

Elternvereinsobfrau Gerti Polster und der Obmann der Personalvertretung, Harald Huber, berichteten von der Empörung, die in den vergangenen Tagen seitens Eltern und Schüler an sie herangetragen worden sei und stellten vier Forderungen: eine eigene provisorische Leitung an der HLW Wolfsberg – keine Doppelbesetzung, die Wiedereinsetzung von Schöler in die Funktion einer provisorischen Leiterin, einen Leiter für die HLW mit HLW-Erfahrung sowie für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Schulstandortes eine klare und zeitgerechte Kommunikation der Bildungsdirektion.

Christine Domaingo von der Personalvertretung der HLW: »Aus unserer Sicht ist der erste Gesprächstermin positiv verlaufen. Der Landeshauptmann hat sich die Bedenken angehört und zeigte sich verständnisvoll. Beim kommenden Termin sind auch Schöler und Veidl eingeladen. Wir wissen, dass ein Cluster früher oder später kommen wird, aber wir sind der Meinung, dass während des Entscheidungsfindungsprozesses jede der beiden  Schulen einen Schulleiter benötigt.«

Nun meldet sich auch der Landtagsabgeordnete Harald Trettenbrein (FPÖ) zu der Causa zu Wort. Er fordert: »Auch wenn HLW und HAK in der Form ihrer Einrichtung Wirtschaftsschulen sind, ist es mir doch wichtig an dieser Stelle anzumerken, dass die Bildung eines Clusters in keiner Weise im Interesse der Wolfsberger Bevölkerung und den beteiligten Schulen sowie den Eltern und Schülern ist. Vielmehr sollten seitens des Landes alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um beide Schulstandorte zu erhalten.« 

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