Weiter Wirbel um Preitenegger Pfarrbrief, in dem gegen Impfung gewettert wirdAusgabe 31 | Montag, 2. August 2021

Diözese Gurk übernimmt die „Kontrolle“ über Pfarrblatt

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Preitenegg. Eine scharfe Reaktion der Diözese Gurk zieht jetzt die August-Ausgabe des  Preitenegger Pfarrbriefs nach sich. Darin hatte der Preitenegger Provisor Eugeniusz Subocz einen Vortrag eines Mediziners abgedruckt, in dem wüst gegen die Corona-Impfung polemisiert wird: Die Rede ist von 12.000 „Impfgetöteten“ sowie 800.000 Impfgeschädigten, dazu gibt es den Appell: „Tut euch zusammen und tretet der impfwütigen Verbrecherbande und ihren Kollaborateuren geschlossen entgegen.“   

Die Diözesanleitung distanzierte sich „mit Entschiedenheit“ von den Inhalten dieses Pfarrblatts. In einer Aussendung der Diözese heißt es: „In einem persönlichen Schreiben an Pfarrer Eugeniusz Subocz weist Generalvikar Dr. Johann Sedlmaier ausdrücklich darauf hin, dass eine Pfarre voll inhaltlich für ihr Pfarrblatt verantwortlich ist, und zwar auch dann, wenn aus externen Quellen zitiert wird. Es zähle, so der Generalvikar, überdies nicht zu den Aufgaben eines Pfarrblattes, einseitige Informationen über eine Pandemie zu verbreiten, die selbst von Experten und in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden. Die im Pfarrblatt dargelegten Thesen könnten außerdem weder einer fundierten seriösen wissenschaftlichen Überprüfung standhalten, noch tragen sie positiv zur Klärung eines komplexen Gesundheitsthemas bei, betont der Generalvikar.“
Generalvikar Sedlmaier gab Subocz dazu die Anweisung, dass Veröffentlichungen in den pfarrlichen Medien wie Pfarrblatt und Website vorab mit dem Generalvikariat abzustimmen seien.

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