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St. Paul öffnet im nächsten Jahr seine Tore für das »Unterkärntner Wirtschaftsforum 2026« Ausgabe 52 | Dienstag, 23. Dezember 2025

Das Benediktinerkloster wird im September zum Schauplatz eines wirtschaftlichen Experiments. Vertreter aus Kärnten, Slowenien und Friaul treffen sich, um sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Initiiert wird es vom Wolfsberger Christian Ragger.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Anwalt Christian Ragger veranstaltet im kommenden Jahr das »1. Unterkärntner Wirtschaftsforum«. Für die Teilnehmer aus den drei Regionen gibt es, je nach Land, ein T-Shirt mit der Aufschrift »Ich bin Kärnten« auf Deutsch, Italienisch und Slowenisch. Foto: UN

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St. Paul. Wenn Anfang September 2026 das Stift St. Paul seine Tore öffnet, wird das historische Benediktinerkloster zum Schauplatz eines wirtschaftlichen Experiments, das in dieser Form einzigartig ist. Das »1. Unterkärntner Wirtschaftsforum«, initiiert und organisiert vom Wolfsberger Rechtsanwalt Christian Ragger, ist weit mehr als eine klassische Tagung. Es soll ein Impulsgeber werden – für die Jugend, für die regionale Wirtschaft und für eine neue Form der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Alpen-Adria-Raum.

Ragger betont, dass das Forum bewusst unpolitisch und überparteilich angelegt ist. Vertreter aller Parteien sind eingeladen, die Veranstaltung versteht sich als unabhängige Plattform, die nicht von parteipolitischen Interessen beeinflusst wird. »Mir ist es ein Anliegen, einen Beitrag zum Aufschwung der Region zu leisten – aber ohne politische Komponente«, erklärt er. Die neue Hochleistungsstrecke, die Kärnten mit der Steiermark verbindet und den Zugang zur Adria-Baltikum-Achse öffnet, bildet den infrastrukturellen Hintergrund des Forums: Sie schafft jene Mobilität, die wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen künftig erleichtern soll.

Lehren aus der Pandemie
Die Idee zum Wirtschaftsforum entstand aus zwei Entwicklungen: den Folgen der Covid-Pandemie und den zunehmenden Brüchen in internationalen Lieferketten. »Beides hat gezeigt, wie verletzlich Regionen sind, wenn sie nicht ausreichend regional produzieren, ausbilden und vernetzen«, sagt Ragger, der ein Forum schaffen möchte, das die Stärken der drei beteiligten Regionen – Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien –  sichtbar macht und miteinander verbindet.

»Mir ist es ein Anliegen, einen Beitrag zum Aufschwung der Region zu leisten«
Christian Ragger, Rechtsanwalt

Eine der Bedingungen für die Teilnahme am Wirtschaftsforum lautet: Jedes Unternehmen muss mindestens einen einmonatigen Praktikumsplatz für Jugendliche zur Verfügung stellen. Diese Praktikumsplätze werden an Jugendliche vergeben – allerdings nicht in der jeweiligen Heimatregion. Kärntner Jugendliche sollen in Slowenien oder Italien Erfahrungen sammeln, slowenische und italienische wiederum in Kärnten. »Damit wird der Alpen-Adria-Gedanke nicht nur beschworen, sondern praktisch gelebt. Über 100 Unternehmen haben bereits zugesagt«, zeigt sich Ragger erfreut.

Hochkarätige Sprecher
Für die inhaltlichen Impulse des Forums sorgen zwei internationale Größen: Valter Caiumi, Präsident der Industriellenvereinigung Italiens und Leiter eines der bedeutendsten KI-Unternehmen Europas, wird die Keynote halten. Sein Unternehmen hat in Singapur erstmals weltweit vollständig mittels KI-gesteuert eine Smart City mitentwickelt.

Der zweite Sprecher ist Nicola Lelli, Direktor der Schweizer Reederei MSC. Mit über tausend Schiffen – Kreuzfahrt- und Containerschiffen – ist sie der größte Reedereikonzern der Welt. Lelli ist damit ein Schwergewicht, das die internationale Dimension des Forums unterstreicht.

Der thematische Schwerpunkt des Forums liegt auf der Verbindung von Künstlicher Intelligenz und Jugendausbildung. Die Frage, wie junge Menschen in einer KI-geprägten Wirtschaft bestehen und gestalten können, zieht sich durch alle Vorträge.

Wirtschaft trifft Kirche
Dass als Veranstaltungsort das Stift St. Paul gewählt wurde, ist nicht zufällig. Ragger sieht in der Kirche einen Partner, der jene Grundwerte verkörpert, auf denen wirtschaftliche Entwicklung und die regionale Kultur fußen: Verlässlichkeit, Verantwortung, Gemeinschaft. Mit Unterstützung von Pfarrer Gerfried Sitar und Johann Steiner, dem neuen Wirtschaftsdirektor des Stifts, stellt das Stift seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Eine Messe in der Stiftskirche ist ebenfalls geplant – ein symbolischer Akt, der Tradition und Zukunft verbinden soll.

Das Forum im kommenden Jahr soll aber keine einmalige Veranstaltung sein, Ragger verfolgt ein langfristiges Ziel: »Das Wirtschaftsforum soll zu einer Dauerveranstaltung werden, die Unterkärnten, das gesamte Bundesland Kärnten sowie die Nachbarregionen Friaul und Slowenien als Wirtschaftsstandort neu positioniert.« Das Unterkärntner Wirtschaftsforum soll ein Motor werden, der die Region stärkt, die Jugend internationalisiert und die Alpen-Adria-Region enger zusammenführt.

Sollten weitere heimische Unternehmen Interesse haben, beim Wirtschaftsforum mitzumachen, können sie sich bei Rechtsanwalt Christian Ragger unter 04352 360 75 melden.

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