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Wolfsberg. Die fünf barocken Sandsteinfiguren entlang der Klagenfurter Straße zählen zu den markantesten historischen Wahrzeichen Wolfsbergs. Nun wurden die Skulpturen und ihre Schutzverglasungen erstmals seit der Errichtung der Glasgehäuse im Jahr 2005 umfassend gereinigt, berichtet die Stadt in einer Aussendung.
Die lebensgroßen Figuren säumen den Stadtpark, der 1886 nach einer Idee des Apothekers und Bürgermeisters Alois Huth angelegt wurde. Die Statuen werden dem aus Südtirol stammenden Bildhauer Veit Königer zugeschrieben, der 1729 geboren wurde, an der Akademie der Bildenden Künste in Wien studierte und vor allem in Graz und der Steiermark wirkte. Zu seinen bekanntesten Werken zählen zahlreiche Skulpturen im Grazer Dom sowie in der Barmherzigenkirche.
Die Wolfsberger Figuren stellen Christus kniend am Ölberg, Christus an der Geiselsäule, den sitzenden und verspotteten Christus, den stehenden Ecce Homo sowie die kniende Maria Magdalena dar. Ursprünglich waren sie Teil der barocken Kreuzkapelle. Im Zuge der Umgestaltung der Kapelle zum Mahnmal für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege sowie des Kärntner Abwehrkampfs wurden die Figuren 1954 aus dem Innenraum entfernt und in den Bereich des Stadtparks versetzt. Die Kreuzkapelle dient seit 1956 als Gedächtnisstätte für die Opfer beider Weltkriege.
Seit 2005 hinter Plexiglas
Um die wertvollen Sandsteinskulpturen vor den Auswirkungen von Witterung und Verkehrsverschmutzung zu schützen, wurden 2005 Schutzgehäuse aus Plexiglas errichtet. Zuvor mussten die Figuren aufgrund der starken Belastung durch den Straßenverkehr regelmäßig gereinigt werden. Die Verglasungen haben sich seither als wirksame Schutzmaßnahme erwiesen und wesentlich zum Erhalt der Kunstwerke beigetragen. Nach mehr als zwei Jahrzehnten wurden nun sowohl die Schutzverglasungen als auch die Skulpturen einer gründlichen Reinigung unterzogen. Dabei wurden Staub, Ablagerungen und Verschmutzungen entfernt, die sich im Laufe der Jahre angesammelt hatten. Die aufwendigen Arbeiten wurden von den Mitarbeitern der Stadtgärtnerei sowie des Wirtschaftshofs mit großer Sorgfalt und viel Engagement durchgeführt.
Dank dieser Maßnahme präsentieren sich die Figuren nun wieder in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild und setzen einen sichtbaren Akzent im Stadtbild. Gemeinsam mit dem Stadtpark erinnern sie an ein bedeutendes Kapitel der Wolfsberger Kultur- und Kunstgeschichte.

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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