Ihre offenen Leseabende im Stiftscafé sollen allen Freude am Lesen und Schreiben bringenAusgabe 30 | Mittwoch, 22. Juli 2020

Die drei Lavanttalerinnen Hemma Schliefnig, Anna Maria Lippitz und Edeltraud Koinig veranstalten jeden letzten Samstag im Monat offene Leseabende im Stiftscafé Belvedere in St. Paul. Teilnehmen kann jeder, der einen eigenen Text verfasst hat.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteurin Simone Jäger Von Simone Jäger jaegerno@spamunterkaerntner.at
Anna Maria Lippitz, Edeltraud Koinig und Hemma Schliefnig (v. l.) haben die Lesereihe »Worauf warten?« ins Leben gerufen, die jeden letzten Samstag im Monat bis September im Stiftscafé Belvedere im kleinen Rahmen über die Bühne geht. Fotos: Jäger

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St. Paul. Hemma Schliefnig (49) ist mit ihren Büchern (u. a. »Sprachwurzelgeschichten«, »Verbotene Früchte im Paradies Kärntens«) in Unterkärnten keine Unbekannte mehr. Sie und Anna Maria Lippitz (50) aus St. Andrä verbindet die Leidenschaft für das Schreiben. »Wir kennen uns seit unserer Kindheit, aber erst vor zehn Jahren wurde unsere Freundschaft intensiver. Wir teilen viel im schreibenden Bereich«, erzählt Schliefnig.

Auftakt im Juni

Vor einem Monat veranstalteten die beiden gemeinsam mit der dritten schreibenden Frau im Bunde, Edeltraud Koinig (51), den ersten offenen Leseabend im Stiftscafé Belvedere in St. Paul. »Ich bekam einfach wieder Lust zu lesen und wollte etwas machen«, sagt Lippitz.

Stiftscafé als Treffpunkt

Koinig ist seit drei Jahren Pächterin des Stiftscafés und gibt Kunst und Kultur gerne eine Plattform. Das hat sich in der Szene bereits herumgesprochen und das Café zu  einem beliebten Treffpunkt gemacht. »Das Ambiente und die Intimität in diesem kleinen Rahmen im Belvedere passen perfekt zu den Leseabenden«, sagt die gebürtige Bad St. Leonharderin.

Der erste offene Leseabend fand am 27. Juni statt und war mit zehn Lesenden gleich ausgebucht. »Wir werben niemanden an, der Impuls muss von selbst kommen«, betont Lippitz. Die St. Andräerin wirkte bei einigen Anthologien mit und veröffentlichte im Vorjahr ihren Lyrikband »Die ersten 50«. Außerdem ist sie gemeinsam mit Koinig Mitglied bei den »Kärntner Schreiberlingen«.

Jeder kann teilnehmen

Zu den Leseabenden anmelden kann sich jeder, der einen eigenen Text verfasst hat. »Es geht um die Freude am Lesen. Warum sollte der Text von einem unbekannten Verfasser weniger wert sein, als einer von einem bekannten Autor?«, betont Schliefnig. 

Die Leseabende finden noch jeden letzten Samstag im Juli, August und September statt und ergeben so eine Lesereihe, die den Titel »Worauf warten?« trägt (Details siehe Info-Box). »Die Unterschiedlichkeit der Erfahrungsstadien kann gegenseitig bereichernd sein. Sie kann an die eigenen Anfänge erinnern oder Orientierung bieten für die eigene Schreibreise«, führt Schliefnig weiter aus. Im Zuge der Vorbereitung für die Lesereihe wurde die Granitztalerin selbst an ihre Anfänge erinnert und legte nun ihren 2008 erstmals erschienenen Lyrikband »seiltänzerin« neu auf.

Die Anmeldungen zu den Leseabenden nimmt Anna Maria Lippitz entgegen. Für sie ist das Schreiben eine Art und Weise, mit dem Leben umzugehen: »Ich kann so Dringliches nach Außen bringen. Es ist eine große Freude, wenn etwas entsteht, und die Texte machen mit mir selbst etwas, wenn ich sie lese.« Die drei Frauen sind sich einig, dass Schreiben das Leben bereichert und in vielen Dingen einfacher macht – gute Gründe also auch für andere, es ihnen gleich zu tun.

Nächster offener Leseabend: Samstag, 25. Juli.
Wo: Stiftscafé Belvedere, St. Paul.
Weitere Termine: jeweils der letzte Samstag im August und September.
Teilnehmen kann jeder, der einen eigenen Text verfasst hat und diesen vorlesen möchte (max. Lesedauer sieben Minuten). Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung unter 0660/882 67 36 (Anna Maria Lippitz).

Hinweis: Ab August leitet Hemma Schliefnig, ebenfalls im Stiftcafé, offene Schreibgruppen an. Nähere Infos unter 0664/ 904 35 54 oder
www.boxenstopp.ws

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