Johannes Rass fängt verschiedene Stimmungen der Bürger im Lavanttal zum Thema Windkraft ein Ausgabe 12 | Mittwoch, 18. März 2020

Der St. Georgener Johannes Rass (17) besucht die Filmabteilung HTL Ortweinschule in Graz. Im Rahmen seiner Ausbildung hat er mit seinem Teamkollegen einen Film zum Thema »Heimat« produziert. Darin geht es um das heikle Thema Windkraft auf der Koralpe.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteurin Simone Jäger Von Simone Jäger jaegerno@spamunterkaerntner.at
In seinem Kurz-Dokumentarfilm »Im Schatten des Windes – Ein Tal im Wandel« fängt der St. Georgener Schüler Johannes Rass verschiedene Meinungen der Lavanttaler zu Windkraftanlagen ein und will damit zur Diskussion anregen. Foto: KK

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St. Georgen. Das Filmen, und hier vor allem der Filmschnitt, ist ein Hobby, das der junge St. Georgener Johannes Rass gerne zu seinem Beruf machen möchte. Deshalb entschied sich der 17-Jährige für den Besuch der HTL Ortweinschule in Graz. Im Rahmen seiner Ausbildung stellte er im Vorjahr mit seinem Teamkollegen Gregor Franz aus der Südweststeiermark einen Kurz-Dokumentarfilm zum Thema »Heimat« her. 

Zur Diskussion anregen

Dabei widmeten sich die beiden den im Lavanttal immer wieder heiß diskutierten geplanten Windkraftanlagen auf der Koralpe. »Der Film soll verschiedene Stimmungen der Bürger im Tal hinsichtlich der geplanten Windkraftanlagen einfangen«, erklärt Rass. Die Arbeiten zur 16 Minuten langen Kurz-Doku mit dem Titel »Im Schatten des Windes – Ein Tal im Wandel« begannen vor einem Jahr, gedreht wurde zu Pfingsten 2019. 

»Der Film soll die verschiedenen Stimmungen der Bürger im Tal einfangen«
Johannes Rass
Schüler

Als roter Faden durch den Film führt die damals 18 Jahre alte Schülerin Laura, die ihre vorwissenschaftliche Arbeit am Stiftsgymnasium St. Paul über Windenergie geschrieben hat. »Ich habe das Thema Windenergie im Lavanttal immer wieder aufgeschnappt und erneuerbare Energien und Umweltschutz sind gerade in unserer Generation von Interesse«, führt Rass aus. Die Fertigstellung der Produktion erfolgte zu Weihnachten 2019.

Premiere verschoben

Der Film hätte am 20. März im Rahmen des Themenabends »Erneuerbare Energie« im Rathausfestsaal Wolfsberg seine Premiere feiern sollen, doch aufgrund der aktuellen Coronavirus-Bestimmungen findet die Veranstaltung nicht statt. »Wir blicken aber positiv in die Zukunft und hoffen, dass wir einen neuen Termin finden werden«, sagt Rass. Neben seiner Windkraft-Doku arbeitete der Schüler bereits auch bei anderen Filmprojekten mit, etwa einem Kurz-Experimentalfilm: »Dabei handelte es sich um einen Unterwasser-Film, bei dem ich für Schnitt und Dreh verantwortlich war. Das war eine lustige Erfahrung.«

Da die Ortweinschule und das Internat, in dem Rass während der Woche wohnt, derzeit ebenfalls aufgrund der Coronavirus-Maßnahmen geschlossen sind, erhält der St. Georgener Fernunterricht: »Ich nutze die Zeit, um das Handwerk Filmschnitt zu üben.« Nach der Matura 2021 will er den Zivildienst absolvieren und anschließend an der Filmakademie in Wien oder in Deutschland studieren. Für sein Abschlussprojekt an der Ortweinschule schreibt er bereits fleißig an einem Konzept.

Steckbrief:
Name:
Johannes Rass (17)
Wohnort: St. Georgen, Graz
Familie: eine jüngere Schwester
Hobbys: Filmen, Trompete spielen
Websites: www.johannesrass.at oder www.wind.johannesrass.at

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