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Bezirksjägertag in St. Andrä: Bilanz, Ehrungen und Signale für ZukunftAusgabe 12 | Dienstag, 24. März 2026

Der Bezirksjägertag in St. Andrä beleuchtete jagdliche Entwicklungen und Herausforderungen. Verdiente Mitglieder wurden außerdem ausgezeichnet.

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Unterkärntner Nachrichten Redaktion Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion officeno@spamunterkaerntner.at
Der St. Veiter Bezirksjägermeister Alfons Kogler, Bezirkshauptmann Georg Fejan, Markus Riegler, Bürgermeisterin Maria Knauder, Hermann Sölle, Bezirksjägermeister Johann Waich, Gerhard Hanschitz, Bezirkspolizeikommandantin Daniela Puffing, Elisabeth Schaschl, Ferdinand Kinzel, Martin Grünwald, Franz Zarfl und Verwaltungsdirektor Mario Deutschmann (v. l.). Foto: Schaflechner

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St. Andrä. Am vergangenen Freitag, 13. März, fand in St. Andrä der diesjährige Bezirksjägertag statt. Zahlreiche Jägerinnen und Jäger, Ehrengäste sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung folgten der Einladung von Hegeringleiter Gerhard Hanschitz, dessen Organisation allseits gelobt wurde. Die Jagdhornbläsergruppe Wolfsberg verlieh der Veranstaltung einen würdigen musikalischen Rahmen und sorgte für eine feierliche Atmosphäre.

Bezirksjägermeister Johann Waich zog in seinem Bericht eine positive Bilanz zur seit 2025 geltenden Abschussrichtlinie, die eine intensivere Bejagung des Rotwildes – insbesondere des weiblichen Wildes – vorsieht. Diese Maßnahmen hätten sich als wirksam erwiesen, um die Bestände nachhaltig zu regulieren. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Sichtbarkeit des Rehwildes rückläufig ist. Mit 3,7 erlegten Stücken pro 100 Hektar liegt der Bezirk dennoch über dem Kärntner Durchschnitt.

Auch die Regulierung anderer Wildarten war Thema. Zwölf Biber wurden entnommen, um Schäden durch Verklausungen und Vermurungen vorzubeugen. Acht Fischotter wurden erlegt, wobei deren geringeres Körpergewicht auf eine veränderte Lebensraumqualität hindeute. Entwarnung gab es hingegen beim Thema Wolf: Zwar kam es zu vereinzelten Sichtungen, doch weder Rudelbildung noch nennenswerte Schäden wurden verzeichnet.

In ihren Ansprachen betonten Landesjägermeister-Stellvertreterin Elisabeth Schaschl die gute Zusammenarbeit zwischen Forstwirtschaft und Jägerschaft, während Verwaltungsdirektor Mario Deutschmann über administrative Entwicklungen informierte. Bezirkshauptmann Georg Fejan würdigte in seiner Ansprache die Jägerschaft als wichtigen gesellschaftlichen Pfeiler, und der Bezirksobmann der Landwirtschaftskammer Franz Zarfl hob das harmonische Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Jagd im Tal hervor.

Auch verdiente Jäger aus dem Lavanttal wurden im Rahmen des Bezirksjägertags geehrt. Günther Sattler und Werner Köstinger erhielten das Ehrenzeichen in Bronze, Walter Waldmann wurde mit dem Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Zudem nutzte Ferdinand Kinzel, Obmann des Kärntner Jägerchors, die Gelegenheit, um für neue Mitglieder zu werben.

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