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St. Paul. Diese Gelegenheit ließen sich die Junior- und Seniorbotschafter des Stiftsgymnasiums St. Paul nicht entgehen und reisten mit weiteren politisch interessierten Oberstufenschülern in die Landeshauptstadt. Nach der Begrüßung durch die Vizepräsidentin des Europahauses, Ana Blatnik, die ihre Freude über das rege Interesse der Jugendlichen an der Europäischen Union zum Ausdruck brachte, referierte Magnus Brunner über seine Tätigkeit als EU-Kommissar.
Er betonte die zentrale Idee eines gemeinsamen Europas, das auf Frieden, Zusammenarbeit, gegenseitigem Verständnis und Demokratie basiert. Ein friedliches Europa sei keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis kontinuierlicher gemeinsamer Anstrengungen. In diesem Zusammenhang hob er die Bedeutung politischer Verlässlichkeit sowie der Mobilität durch Erasmus-Projekte innerhalb der EU hervor.
Ein Fokus lag auf aktuellen Herausforderungen wie Migration und innerer Sicherheit. EU-Kommissar Brunner unterstrich, dass funktionierende Regeln und deren konsequente Kontrolle essenziell für das Vertrauen in demokratische Systeme seien. Demokratie, so führte er aus, lebe von aktiver Beteiligung sowie klaren Strukturen. Gleichzeitig verwies er auf die Bedeutung von Sprache und Kultur als verbindende Elemente innerhalb Europas, die trotz aller Unterschiede ein gemeinsames Fundament schaffen.
Neben den Stärken der Europäischen Union wurden auch Schwächen kritisch beleuchtet, insbesondere die oft als hinderlich empfundene Bürokratie. Diese müsse reduziert werden, um effizientere Entscheidungsprozesse zu ermöglichen und die EU für ihre Bürger greifbarer zu machen.
Im anschließenden Diskussionsteil hatten die Schüler die Möglichkeit, dem EU-Kommissar Fragen zu stellen. In einem regen Austausch wurden zentrale Themen wie aktuelle Kriege, Migration, Bildung sowie die Rolle von Politikern im Alltag der Menschen behandelt. Dabei wurde deutlich, wie stark europäische Entscheidungen das tägliche Leben beeinflussen.

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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