Hearings finden statt: Suche nach neuem Pächter für das »Aquafun« im Stadionbad geht ins FinaleAusgabe 45 | Mittwoch, 6. November 2019

Dem Vernehmen nach sind vier von sieben Bewerbern in die Endauswahl gekommen. Ihre Vorstellungen werden sie in dieser Woche präsentieren, bis Ende November soll die Entscheidung fallen. Der neue Pächter muss die Ablöse von 120.000 Euro nicht tragen.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Seit 31. Oktober ist das »Aquafun« im Wolfsberger Stadionbad verwaist, der Pachtvertrag mit dem Café-Konditorei Hecher aufgelöst. In einem Hearing werden die Stadtwerke nun versuchen, den besten Nachfolger zu finden. Ob das Lokal künftig als Ganzjahresbetrieb geführt wird, steht in den Sternen. »Verhandlungssache«, so der Stadtwerke-Chef. Foto: Hok

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Wolfsberg. Die Suche nach einem neuen Pächter für das Café »Aquafun« im Wolfsberger Stadionbad geht ins Finale. In dieser Woche findet das Hearing jener Bewerber statt, die die Endauswahl erreicht haben. Dem Vernehmen nach gab es sieben Interessenten, vier hätten es in die letzte Runde geschafft. Darunter soll auch ein Grazer Unternehmen sein, dass die Gastronomie im neuen Kino erhalten soll.

»Über die Anzahl der Interessenten bzw. wer sie sind, darf ich nichts sagen, da wir den Bewerbern Verschwiegenheit zugesichert haben«, sagt Dieter Rabensteiner, Geschäftsführer der Wolfsberger Stadtwerke, in deren Zuständigkeit die Gastronomie des Stadionbads fällt. Weiter meint er: »Auf Basis der Präsentationen führen wir danach abschließende Verhandlungen. Ziel ist es, bis Ende November eine Entscheidung zu haben.«

Konkurrenzklausel

Die Suche nach einem neuen Pächter war notwendig geworden, nachdem die Gemeinde dem Bau eines Kinos auf dem Areal des Stadionsbads zugestimmt hatte. Da im Kino, das nächstes Jahr eröffnen soll, auch ein gastronomischer Betrieb angesiedelt wird, kam es zu einer Kollision mit dem Pachtvertrag der Café-Konditorei Hecher, die das »Aquafun« seit 20 Jahren betrieb. Eingebaut war eine Konkurrenzklausel, die weitere Gastrobetriebe im Stadionbad untersagte. »Diese Klausel war Auslöser für Gespräche mit Hecher, in deren Verlauf wir die Variante entwickelten, den Vertrag  aufzulösen«, so Rabensteiner.

»Auf Basis der Präsentationen führen wir danach abschließende Verhandlungen«
Dieter Rabensteiner, Geschäftsführer der Stadtwerke

Vereinbart wurde im Gegenzug die Zahlung von 120.000 Euro für die Ablöse des Inventars, den getätigten Investitionen und die wegfallenden sechs Saisonen, denn die Firma Hecher hatte einen Pachtvertrag bis Ende des Jahres 2025. Die Summe wurde in der Wolfsberger Gemeinderatssitzung vom 11. Juli 2019 einstimmig bewilligt und laut Rabensteiner mittlerweile bezahlt. Seit 31. Oktober ist der Vertrag mit Hecher beendet.

Bereits im August begannen die Stadtwerke mit der Suche nach einem neuen Betreiber. In einer öffentlich gemachten »Interessentenerkundung« wurde die Neuverpachtung ab 1. Jänner 2020 angekündigt. Weiter hieß es: »Der Betrieb kann als Ganzjahresbetrieb (räumliche Nähe zu Stadion, Kino, Sport- und Schulzentrum) geführt werden, wobei für die Badesaison (Anfang Mai bis Anfang September) eine durchgehende Betriebspflicht einzuhalten ist.« In der Gemeinderatssitzung im Juli hatte der Wolfsberger Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz noch angekündigt, das »Aquafun« soll künftig ein Ganzjahresbetrieb sein. Diese Absicht ist mittlerweile zur Kann-Bestimmung geworden. Rabensteiner: »Die Betriebspflicht ohne Ruhetage während der Badesaison ist klar, alles andere ist Verhandlungssache.«

»Ablösefrei«

Fakt ist, dass der neue Pächter für die hohe Summe, die an den früheren Betreiber bezahlt wurde, nicht aufkommen muss. In der »Interessentenerkundung« hieß es: »Der Betrieb wird inklusive Grundausstattung ablösefrei übergeben.« Lediglich »allfällige Investitionen für eine Adaptierung oder Neugestaltung sind vom Pächter zu tragen«. 

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