Flow Trail auf der KoralpeAusgabe | Mittwoch, 29. August 2018

Laut LABg. Harald Trettenbrein müssten jene, die die Bike-Strecke genehmigten, mit dem »nassen Fetzen« verfolgt werden. Geschäftsführer Worofka ist über diese Aussage nicht erfreut und setzt sich zur Wehr.

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KORALPE. »Wenn ein Lavanttaler Politiker gegen ein Lavanttaler Projekt vorgeht und dagegen Stimmung macht, finde ich das sehr seltsam«, sagt Heinz Worofka, Geschäftsführer der Koralpe und damit »Herr« über den neuen Mountainbike Flow Trail, der am Freitag, 31. August, eröffnet wird. Sein Ärger richtet sich gegen LAbg. Harald Trettenbrein (FPÖ), der auf der Internet-Plattform »Facebook« ein Bild des Parcours so kommentiert: »Frechheit, wer so einen Schwachsinn genehmigt, gehört mit dem nassen Fetzen verjagt.« Trettenbreins doch recht harsche Kritik bezieht sich auf einen geschotterten Weg, der sich durch das Gelände zieht. »Ich habe ja kein  Problem mit Radstrecken«, schreibt der Abgeordnete weiter, »aber nur, wenn sie der Landschaft angepasst sind. Auf der Alm eine Strecke mit Bruchmaterial zu errichten, ist ein Wahnsinn.« Für Worofka sind diese Aussagen ebenfalls Wahnsinn: »Wir haben auf der Koralpe die Goldhaube, Sendemasten, eine Asphaltstraße, 26 Kilometer Skipisten. Wenn jetzt die Radler nicht mehr rauf dürfen, verstehe ich die Welt nicht mehr.« Mit kritischen Stimmen müsse man leben, »aber wenn wir nichts tun, wird hier auch nichts passieren«, so der Geschäftsführer, laut dem 99 Prozent der bisher erhaltenen Reaktionen positiv seien. Dazu wurde das Projekt aus umwelttechnischer Sicht geprüft und erhielt Lob. Trettenbrein bleibt dabei. »Wenn ich mir das Facebook-Bild ansehen, ist das eine Verschandelung«, sagt er zu den Unterkärntner Nachrichten. »Es gibt hunderte Kilometer Radwege und Mountainbike-Strecken, aber nur eine Natur. Damit müssen wir im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder sorgsam umgehen.« Gegen einen Trail sei nichts einzuwenden, »aber angepasst an die Umgebung«.

Am 31. August geht´s los

Dennoch: Am 31. August geht der erste von zwei Flow Trails für Mountainbikes in Betrieb. Im Vollausbau wird es zwei Strecken mit einer Länge von jeweils vier Kilometern geben, die Kosten liegen bei 560.000 Euro. Die Biker werden mit der Burgstallofenbahn auf die Alm gebracht, bei der Bergstation in rund 1.800 Meter beginnt der Trail. Er ist nicht nur auf Profis ausgelegt, auch Anfänger kommen mit der Strecke zurecht. In der Sommersaison ist der Trail zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet, in der Vor- und Nachsaison fährt der Lift nur an Wochenenden. Eine Tageskarte kostet 25 Euro, Räder und Ausrüstung können geliehen werden. Erfahrene Biker brauchen für die Strecke zehn Minuten. Eigentlich hätte die erste Strecke bereits Mitte Juli in Betrieb gehen sollen. Unwetter hinterließen aber ihre Spuren, verzögerten die Eröffnung und richteten bei dem Projekt einen Schaden von rund 20.000 Euro an.

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