Heunburg-TheaterAusgabe | Mittwoch, 22. August 2018

Zum Abschluss der diesjährigen Spielsaison gastiert das »klagenfurter ensemble« sechs Mal am Theater auf der Heunburg. Im Rahmen des Gastspiels heißt es ab diesem Freitag »Owe den Boch«.

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HAIMBURG. Bevor sich die Tore der Heunburg mit dem Ende der diesjährigen Spielsaison am 2. September schließen, steht noch sechs Mal das Gastspiel »Owe den Boch« am Programm, das am 24. August seine Wiederaufnahme feiert. Das »klagenfurter ensemble« gastiert mit seiner Erfolgsproduktion des Jahres 2017 erstmals auf der Heunburg. Seine Protagonisten kommentieren in den Dramoletten von Antonio Fian nach wie vor das Weltgeschehen vom Steg des Klagenfurter Strandbades aus und geben Einblick in ihre ganz persönlichen Welten. Und sie werden dies wohl auf absehbare Zeit in ihrer eigenen (un-) poinitierten Art fortsetzen. Das vorangegangene Highlight auf dem heurigen Spielplan des Heunburg-Theaters war Andreas Ickelsheimers Inszenierung von Ingeborg Bachmanns „Ein Geschäft mit Träumen“. Auf die Premiere am 12. Juli folgten unter großem Applaus bis 17. August 13 weitere Vorstellungen.

Konzert & Komödie

Darüber hinaus war mit »HeunBurg:klang« zum ersten Mal eine Kärntner Konzertreihe der besonderen Art zu erleben. Mit den Bands „Die Unvollendeten“, „Talltones“ und dem „Tonč Feinig Quartett“ wurde das musikalische Schaffen der Gegenwart in Kärnten abseits des Mainstreams hörbar. Ein weiterer neuer Programmpunkt in diesem Jahr war die Mittwochskomödie. An drei Abenden konnte das Publikum mit Sébastien Thiérys „Als ob es regnen würde“ erleben, was passiert, wenn man zu plötzlichem, unerwartetem Reichtum kommt. Aber auch Bewährtes fand seinen Platz im Spielplan. Wie bereits in den beiden vergangenen Jahren durfte sich das Publikum beim Opern- und Operettenkonzert am 19. August von den schönsten Melodien dieser Genres verzaubern lassen.

»Owe den Boch«

Doch noch einmal zurück zum bevorstehenden Stück: Mit »Owe den Boch« ist dem in Kärnten aufgewachsenen Autor Antonio Fian ein Psychogramm zweier „verlassener Kinder“ gelungen, das sowohl dumpf als auch zart ist und mit seiner verknappten Sprache die Sprachlosigkeit seiner Charaktere deutlich offenlegt. Zugleich ist »Owe den Boch« ein Requiem auf ein Land und seine Leute, das von einer scheinbar typischen Kärntner Melancholie erzählt, die in Wahrheit nichts anderes als ein permanentes Lavieren am Rande ist, quasi ein „Kärntner-Borderline-Syndrom“.

 

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