Gotthard Schatz Ausgabe | Mittwoch, 21. März 2018

Der Lavanttaler Gotthard Schatz schafft monumentale bildhauerische Werke. Anlässlich seines50. Geburtstages ihm Lavanttaler nachträglich ein Sammel- und Dokumentationsband, dersein künstlerisches Werk würdigt, gewidmet.Das Buch mit dem Titel „Kunst.Schatz.“, das vom Professor für Liturgiewissenschaft Stefan Kopp herausgegeben wurde, wird kommenden Montag in der Galerie Atelier Berndt präsentiert.

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WOLFSBERG. Nähert man sich dem Werk „Knochenarbeit“ des Bildhauers Gotthard Schatz erstmals, erkennt man zunächst das Material nicht, mit dem er gearbeitet hat. Es – wirkt auf den ersten Blick wie poröser Stein, bis man bei näherer Betrachtung feststellt, dass es sich um Tierschädel handelt, die so exakt verarbeitet sind, dass sie eine gleichmäßige Struktur bilden. „Der Titel ,Knochenarbeit‘ hat mir gefallen, weil er sehr sprechend ist. Bildhauerei ist harte Arbeit, Knochenarbeit und bei diesem Werk habe ich auch als Material Tierknochen verwendet“, so Bildhauer Gotthard Schatz. Betrachtet man das Werk von verschiedenen Seiten, ändert sich für den Betrachter die Form: Von einer Kugel zu einer Ellipse. „Die ellipsoide Form ist deswegen eine meiner Lieblingsformen, weil sie unterschiedliche Betrachtungen aus verschiedenen Perspektiven ermöglicht“, meint Schatz. „Auf den ersten Blick sieht man etwas ganz anderes, tritt man näher heran, fallen einem Details in den Blick, man kann mehr in die Tiefe gehen.“

Das Material auf konkrete Formen reduzieren Meistens arbeitet Schatz mit Stein als Ausgangsmaterial für seine Werke. Aber auch andere – teilweise scheinbar ungewöhnliche – Stoffe, wie die oben erwähnten Tierknochen, Stacheldraht oder Beton, fließen in seine Arbeiten ein. „Mir geht es um Reduktion, das Material aufzulösen und das, was ich mir geistig vorstelle, in meinen Arbeiten umzusetzen“, erzählt Schatz über seinen Arbeitsprozess. Vor dem Beginn an einem neuen Werk steht die Suche nach einem passenden Stoff. „Da spielt oft auch der Zufall eine Rolle, ob man im Steinbruch einen Stein mit einer kompakten Form findet. Wichtig ist, dass der Stein keine Risse hat. Aber auch dann merkt man erst während der Arbeit, ob der Stoff das, was man Spielraum viel kleiner ist“, meint Schatz, der sich sein Wissen über Bildhauerei autodidaktisch angeeignet hat. „Ich habe immer das gemacht, was ich gern mache. Wenn meine Werke einen großen Kreis von Menschen ansprechen, dann ist das natürlich schön. Wäre es nicht so, würde ich trotzdem das machen, was ich gern mache“, so Schatz abschließend.

Buchpräsentation kommenden Montag Einen umfassenden Einblick in das Schaffen des Künstlers vermittelt das vom Priester, Theologen und Professor für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn Stefan Kopp herausgegebene Buch „KUNST.SCHATZ.“. Kopp hat den Bildhauer Schatz im Rahmen seiner bildhauerischen Arbeit kennengelernt. Die Beiträge von Horst L. Ebner, Alois Brandstetter, Igor Pucker, Wolfgang Giegler und Stefan Kopp nähern sich dem Werk und der Arbeitsweise von Schatz an. Am kommenden Montag wird das Buch in der Galerie Berndt präsentiert werden. Nach der Begrüßung durch Berndt Kultuerer und dem Grußwort von Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz, werden die Autoren aus ihren Beiträgen vorlesen. Außerdem wird die Festschrift offiziell an Gotthard Schatz übergeben. Musikalisch wird die Veranstaltung von Edgar Unterkirchner umrahmt.

 

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