Sehr wenig Interesse: Nur rund ein Sechstel der Lavanttaler Bevölkerung ließ sich testenAusgabe 51 | Mittwoch, 16. Dezember 2020

Von Freitag bis Sonntag wurden in den Lavanttaler Gemeinden die Covid-19-Testungen durchgeführt. 8.359 Bürger ließen sich testen, bei 62 Personen wurde eine Coronainfektion festgestellt. Die durchschnittliche Beteiligung an den Tests lag damit bei 17,4 Prozent.

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Wolfsberg. Am vergangenen Wochenende war Kärnten bei den Corona-Massentests an der Reihe. Die Lavanttaler Bevölkerung zeigte daran allerdings kein allzu großes Interesse, die durchschnittliche Beteiligung an den Tests in den Gemeinden belief sich lediglich auf 17,4 Prozent.

Insgesamt ließen sich im Bezirk Wolfsberg 8.359 Bürger testen, bei 62 von ihnen wurde eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt.

Zufrieden mit der Durchführung der Tests zeigten sich die Verantwortlichen der einzelnen Gemeinden, aber auch die Personen, die sich testen ließen. »Alles lief recht unkompliziert und rasch ab. Nach ungefähr 20 Minuten hatte ich das Testergebnis«, meinte ein Wolfsberger, der sich testen ließ.

Rätselraten herrscht bis heute, warum die Zahlen, die vom Land Kärnten veröffentlich wurden, von den Zahlen, die von den Gemeinden bekanntgegeben wurden, abweichen.

In Wolfsberg ließen sich am Wochenende an den zwölf Teststraßen, die im KUSS und in der Sporthalle des Bundesschulzentrums aufgebaut waren, 4.039 Menschen testen. Das ist eine Beteiligung von etwa 16 Prozent, 27 Personen wurden positiv getestet. Von der mäßigen Teilnahme ein wenig enttäuscht zeigte sich der Wolfsberger Bürgermeister Hannes Primus: »Ich hätte mir mehr erhofft und erwartet, dass mehr Menschen das kostenlose Angebot annehmen. Mit dem Ablauf der Testungen bin ich sehr zufrieden, alle Beteiligten, das Rote Kreuz, die Feuerwehr, die Mitarbeiter der Stadtgemeinde, haben eine tolle Arbeit geleistet.«

»Ich hätte mir mehr erhofft und erwartet, dass mehr Menschen das kostenlose Angebot annehmen.«
Hannes Primus, Bürgermeister Wolfsberg, SPÖ

Im Rahmen eines Live-Videos für Facebook ließ sich UN-Redakteur Michael Swersina im KUSS auch selbst testen. Zunächst musste ein Anmeldeformular ausgefüllt werden, danach wurden die Daten per Computer erfasst. Um rasch das Testergebnis zu erhalten, musste auch die Handynummer angegeben werden. Gleich nach Bekanntgabe der Telefonnummer erhielt unser Redakteur eine SMS, um zu testen, ob die Telefonnummer korrekt ist.

Danach ging es zum Abstrich. Ein Mitarbeiter im Schutzanzug holte ein Wattestäbchen aus einem Plastikröhrchen und drang damit tief den Nasenraum ein. »Es war ein kitzelndes und ungewohntes Gefühl. Die Prozedur dauerte etwa zehn Sekunden und war völlig schmerzfrei, aber es gibt Schöneres«, meinte Swersina. Nach dem Abstrich war die Sache auch schon erledigt. Dann begann das Warten. Zwanzig Minuten später kam eine SMS mit dem Testergebnis: negativ. (Ein Video dazu finden Sie auf www.facebook.com/unterkaerntner.)

In Bad St. Leonhard registrierten sich im Vorfeld nur acht Prozent online für den Antigentest. Drei Teststraßen waren im Kulturheim eingerichtet. »Wir haben Kapazitäten, um 90 Personen pro Stunde zu testen. Alles lief problemlos ab«, so Organisator Günther Trippolt von der Gemeinde.

Insgesamt ließen sich im Bezirk Wolfsberg am vergangenen Wochenende 8.359 Personen testen. Bei 62 Personen lautete das Testergebnis »positiv«. Am niedrigsten war die Beteiligung in St. Andrä mit 13,3 Prozent. Prozentuell am meisten Gemeindebürger ließen sich in Reichenfels mit 22,6 Prozent testen. Allerdings: Die offiziellen Zahlen des Landes Kärnten weichen ein wenig von den Zahlen, die die Lavanttaler Gemeinden mitteilten, ab. Warum das so ist, darüber wird derzeit gerätselt. 

// Tests im Lavanttal
Reichenfels:
380 Getestete (22,6 %), davon 4 positiv.
Bad St. Leonhard: 702 Getestete (17,5 %), davon 7 positiv.
Preitenegg: 206 Getestete (22,2 %), davon 4 positiv.
Wolfsberg
: 4.039 Getestete (16,1 %), davon 27 positiv.
St. Andrä: 1.312 Geteste (13,3 %), davon 11 positiv.
Frantschach: 446 Getestete (17,4 %), davon drei positiv.
St. Georgen: 293 Getestete (14,9 %) , davon null positiv.
St. Paul: 543 Getestete (16,6 %), davon fünf positiv.
Lavamünd: 449 Getestete (15,6 %), davon eine Person positiv.
Quelle: Gemeinden im Bezirk

In der Sporthalle Wolfsberg waren insgesamt sechs Teststraßen aufgebaut (gr. Bild). Bild rechts: In Bad St. Leonhard ließen sich an den zwei Testtagen 702 Personen testen.Fotos: UN (2)

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