Kulturschaffende sehen bis Juni keine rosigen Zeiten Ausgabe 13 | Mittwoch, 25. März 2020

Das Coronavirus zwingt das Kulturleben zum Stillstand. So sehen Bernhard Teferle (»StadtMacherInnen«) und Christof Volk (»Container25«) die Situation.

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Wolfsberg. Die Corona-Krise brachte das kulturelle Leben auch im Lavanttal quasi über Nacht zum Erliegen. Konzerte, Vernissagen, Theateraufführungen – alles musste bis auf weiteres abgesagt werden. Wann und wie man den Kulturbetrieb wieder aufnehmen kann, steht noch in den Sternen.

In Wolfsberg betrifft dies unter anderem die »StadtMacherInnen« und die freie Kulturinitiative »Container25«. Wie gehen sie mit der Situation um? 

Unsichere Zeiten

»Wir halten uns natürlich an die gesetzlichen Vorgaben und haben im betreffenden Zeitraum alle Termine abgesagt«, erklärt Obmann Bernhard Teferle von den »StadtMacherInnen«. Er befürchtet jedoch, dass eine Absage auch die für Mai (Konzert mit Manu Delago) und Juni (Open-Air-Tage) geplanten Veranstaltungen noch treffen könnte: »Man hat ja auch in China gesehen, dass es über zwei Monate gedauert hat.« Für die Termine im Herbst 2020 ist Teferle aber optimistisch, dass sie stattfinden werden. Er betont auch, dass es ein breites Verständnis seitens der Künstler gibt und niemand Forderungen stellt.

»Der Kulturbereich darf nach der Krise auf keinen Fall stiefmütterlich behandelt werden«
Christof Volk
Obmann »Container25«

Im »Container25« wurde die große Ostershow, die für den Ostersonntag geplant war, abgesagt. Obmann Christof  Volk: »Nach jetzigem Informationsstand werden auch die restlichen April-Termine kaum möglich sein. Wir warten ständig auf Aktualisierungen, aber unsere Aussichten sind bis zum Sommer keine rosigen.« Volk betont, dass sich der Verein nicht akut in der Krise befindet: »Wir haben zum Glück keine Knebelverträge mit Künstlern, wo trotz Absage etwas zu zahlen wäre.«  

Prekäre Situation für Künstler

Worauf er aufmerksam machen möchte, ist die prekäre Situation vieler freischaffender Künstler: »Die Corona-Krise hat uns als Nicht-Experten überrascht, und gerade für Künstler ist es ein Wahnsinn. Der Kulturbereich darf nach der Krise auf keinen Fall stiefmütterlich behandelt werden.« Er hofft, dass durch die Pandemie eine neue Zeit entstehen wird, die auch in der Wirtschaft zu einem Umdenken führt.

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