Erster Corona-Todesfall in KärntenAusgabe 13 | Sonntag, 22. März 2020

Im Rahmen einer Pressekonferenz informierten LH Peter Kaiser, Gesundheitslandesrätin Beate Prettner und Krisenkoordinator Günther Wurzer über aktuelle Entwicklungen.

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KÄRNTEN. Einen ersten Corona-Todesfall gibt es in Kärnten zu beklagen. "Es handelt sich dabei um einen 65 Jahre alten Mann, der schwere Vorerkrankungen hatte", erklärte Landeshauptmann Peter Kaiser in einer heute Mittag abgehaltenen Pressekonferenz. Mit Stand 11.30 Uhr gibt es in Österreich 3.125 bestätigte Fälle, in Kärnten sind es 101 Infizierte. Von den Erkrankten in Kärnten befinden sich zehn Personen zur Behandlung im Krankenhaus, weitere fünf Personen müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Hotspot Völkermarkt

Einen lokalisiert besonders hohen Anstieg an Fällen gab es in der Stadt Völkermarkt, wobei es rein für die Stadt keine Zahlen gibt, bezirksweit sind aktuell 22 Personen erkrankt. Als Auslöser für diesen Anstieg konnte durch "contact tracing" ein Begräbnis mit anschließendem Totenmahl im Bezirk Völkermarkt ausgemacht werden, das laut Kaiser am 6. März unter den damals geltenden Richtlinien stattgefunden hat und an dem 86 Personen teilgenommen haben. Da Kaiser außerdem aus diesem Bezirk viele Meldungen erhielt, dass sich Bürger nicht an die Ausgangsbeschränkungen halten würden, richtete er seinen Appell, sich an die Maßnahmen zu halten, besonders an die Völkermarkter.

Gesundheitslandesrätin Beate Prettner riet allen Kärntnern: "Verhalten Sie sich, als wären Sie infiziert. Die nächsten Wochen - und ganz besonders die nächste Woche - werden entscheidend sein." Sie informierte darüber, dass seit gestern auch stationäre Teams Tests durchführen und zum Schutz von niedergelassenen Ärzten 40.000 Schutzmasken verteilt werden. An Kärntens Zahnärzte werden zusätzlich 10.000 Schutzmasken ausgegeben. 

Krisenkoordinator Günther Wurzer machte darauf aufmerksam, dass ein Visitendienst für jene Corona-Patienten eingerichtet wurde, die sich Zuhause auskurieren können: "Damit sollen die Krankenhäuser entlastet werden." Weiters appellierte er an die Bürger, als Multiplikatoren in Sachen Einhaltung der Maßnahmen zu fungieren: "80 Prozent der Bevölkerung halten Abstand und verstehen die Maßnahmen. Seien Sie Multiplikatoren für jene, die es noch nicht verstehen."

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