»500 m – Luftlinie«: Ein außergewöhnliches Filmprojekt feiert auf der Heunburg seine PremiereAusgabe 34 | Mittwoch, 21. August 2019

Drei Jahre Arbeit stecken in Edwin Wiegeles erstem Film, der Geschichten aus dem Leben von Haimburgern zeigt, die alle im Umkreis von 500 Metern um das älteste Haus des Ortes, dem sogenannten Pfleghaus, wohnen. Filmpremiere ist am 29. August auf der Heunburg.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteurin Simone Jäger Von Simone Jäger jaegerno@spamunterkaerntner.at
Künstler Edwin Wiegele in seinem Atelier im ersten Stock des Pfleghauses bei der Arbeit an seinem Film. Das Pfleghaus gilt als das älteste Haus Haimburgs und ist Ausgangspunkt seines Filmprojekts »500 m – Luftlinie« ist. Foto: Jäger

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Haimburg. Es steht seit Jahrhunderten am Fuße der Heunburg in Haimburg und trägt die Hausnummer 1. Die Rede ist vom sogenannten Pfleghaus, dem nachweislich ältesten Haus von Haimburg. Es befindet sich im Besitz der Familie Helldorff, darin lebt und arbeitet seit vielen Jahren der Maler Edwin Wiegele, der sich seit 35 Jahren auch mit dem Filmen beschäftigt.

Im Umkreis von 500 Metern
Vor drei Jahren begann Wiegele die Arbeit an seinem Filmprojekt »500 m – Luftlinie«. »Ich habe mir die Frage gestellt, wer die Menschen sind, die im Umkreis des Pfleghauses leben und wollte sie skizzieren«, erklärt Wiegele. Als Radius wählte er 500 Meter rund um Haimburg Nr. 1.

20 Protagonisten sind im Film zu sehen, darunter die beiden bekannten Haimburgerinnen Schauspielerin Tanja Raunig (»Tatort«, »Walking on Sunshine«) und Schauspielerin und Sängerin Johanna Maria Kräuter.

»Ich habe mir die Frage gestellt, wer die Menschen sind, die im Umkreis des Pfleghauses leben«
Edwin Wiegele, Künstler

Für sie galt, was für alle Protagonisten die Vorgabe war: Keine Szene wird wiederholt. »Es geht mir um Authentizität und Ungekünsteltheit. Gerade Fehler und Versprecher machen sympathisch«, so Wiegele. Neben den »Stars« kommen aber natürlich auch andere unterschiedlichste Haimburger vor, die aus ihrem Leben erzählen, auch Wiegele selbst, der anfangs nur gelegentlich als Fragesteller zu sehen und zu hören ist, tritt zum Schluss vor die Kamera.

Berührende Geschichten
Besonders berührt hat den Künstler die Geschichte von Hans Koschu, der begeisterter Harmonikaspieler ist und das, obwohl er bei einem nicht selbst verschuldeten Autounfall schwerst verletzt wurde: »Er saß ein Jahr im Rollstuhl und auch alle seine Finger waren gebrochen, trotzdem hat er nicht aufgegeben.«

Zwischen den einzelnen Interviews machte Wiegele unter anderem mit einer Drohne stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen vom Pfleghaus, der Heunburg, dem Ort Haimburg und seiner Umgebung im Wandel der Jahreszeiten. »Der Film beginnt und endet im Sommer«, ergänzt der Künstler.

»Keine Szene wurde wiederholt. Gerade Versprecher machen sympathisch«
Edwin Wiegele, Künstler

Die Musik für den 80 minütigen Film schrieb Franz Steiner, als Sprecherin engagierte Wiegele die Schauspielerin Birgit Fuchs, die heuer auf der Heunburg in »Trennung für Feiglinge« zu sehen ist.

Am 29. August hat »500 m – Luftlinie« seine Weltpremiere – selbstverständlich auch auf der Heunburg in Haimburg.

Wer Wiegele kennt, weiß, dass er nun schon seit Wochen jeden Tag bis zu 16 Stunden an seinem Arbeitstisch am Film feilt. »Mit der Technik muss man halt Geduld haben«, schmunzelt er. Wiegele ist guter Dinge, dass es sein Film auch in einer gekürzten Version ins Fernsehen schafft: »Vorgespräche gibt es bereits.«

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