Unglücklicher WAC: Ein echtes Fußballfest in der Lavanttal-Arena endete mit dem falschen SiegerAusgabe 32 | Mittwoch, 7. August 2019

So brutal und ungerecht kann Fußball sein. Der WAC verlor die Heimpremiere der neuen Saison gegen Sturm Graz. Das Traurige daran: Der WAC war den Blackies 90 Minuten lang überlegen, spielte Chancen heraus, traf zwei Mal die Latte und ging als Verlierer vom Platz.

E-Mail

0 Kommentare

Meist gelesen

Unterkärntner Nachrichten Redakteur Gerhard Klinger Von Gerhard Klinger officeno@spamunterkaerntner.at
90 Minuten war der WAC überlegen. Michael Sollbauer (26) bei einem Luftduell. Am Ende setzte es für das Team von Gerhard Struber (r.) eine 0:1-Niederlage.

Artikel

Wolfsberg. Bitter, ungerecht und unverdient. Da spielt der WAC den Rivalen aus der Steiermark Sturm Graz fußballerisch klar an die Wand, hat über 60 Prozent Ballbesitz, ein Eckenverhältnis von 11:0, 22:5 Torschüsse, zwei Lattenschüsse, über 20 Minuten numerisch überlegen und am Ende nehmen die Steirer, mehr als glücklich, drei Punkte mit aus der, mit 7.291 Zuschauern bestens gefüllten Lavanttal-Arena. Eine einzige Unaufmerksamkeit in der Abwehr der Lavanttaler spielte den, vom Europa-League Qualifikationsspiel gegen Haugesund noch müden Grazern, in die Karten. Bekim Balaj nahm das Geschenk, zum letztlich spielentscheidenden Treffer dankbar an und in der Folge lieferte Sturm einen historischen Abwehrkampf, der eigentlich eine historische belegte Qualität der Kärntner sein sollte. 

Trainer Gerhard Struber vertraute in dieser Partie wieder derselben Startelf, die zum Saisonauftakt bei der Admira einen 3:0-Sieg eingefahren hatte. Fast 90 Minuten war man die bessere und spielbestimmende Mannschaft, doch das Runde wollte nicht in das Eckige, das von Sturm-Keeper Jörg Siebenhandl und zusätzlich von neun defensiv orientierten Feldspielern bestens verteidigte Tor.

»Wie wir mit den Chancen heute umgegangen sind, dass war schon fahrlässig. Wir dominieren das Spiel über die gesamte Spieldauer, haben richtig gute Chancen, aber wir bringen das Ding nicht rüber. Und aus einer Unachtsamkeit, wo wir nicht diese Konsequenz hatten, bekamen wir dann ein dummes Tor«, meinte WAC-Trainer Gerhard Struber.

Viel Zeit, die Wunden nach dieser bitteren Heimniederlage zu lecken, bleibt den Wölfen allerdings nicht, steht doch schon am Samstag der schwere Gang zum Meister nach Salzburg auf dem Programm, der nach einem 4:1-Erfolg gegen Mattersburg nun von der Tabellenspitze lacht. In der Red Bull Arena wird der WAC wohl mehr Platz in der gegnerischen Abwehr haben als gegen Sturm, auf einen offenen Schlagabtausch wird sich Trainer Gerhard Struber aber wohl nicht einlassen können, denn der Meister ist trotz der zahlreichen personellen Veränderungen gegenüber der letzten Saison nach wie vor ausgezeichnet aufgestellt. Das Betreuerteam muss nicht nur die Sturm-Partie aus den Köpfen der Spieler löschen, sondern auch das 1:3 im letzten Aufeinandertreffen in Salzburg. Damals Ende April führte der WAC bis zur 88. Minute mit 1:0, sah wie der sichere Sieger aus fing sich aber noch drei Gegentore ein.

Ergebnisse: 

wAC - Sturm Graz 0:1, Hartberg - Admira 4:1, Altach - Tirol 3:2, Austria Wien - LASK 0:3, Salzburg - Mattersburg 4:1, St. Pölten - Rapid 2:2.

> > zur Bildergalerie

0 Kommentare Kommentieren

Keine Kommentare gefunden!

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Kommentarbereich prüfen wir alle Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden. Ihr Kommentar erscheint, sobald er gesichtet wurde.

Bitte melden Sie sich an, um die Beiträge zu lesen oder zu kommentieren.AnmeldenHier Registrieren