Zwei Lavanttalerinnen zählen zur Elite Österreichs bei den ForstwettkämpfenAusgabe 30 | Mittwoch, 24. Juli 2019

Caroline Weinberger konnte am Wochenende ihren Staatsmeistertitel beim Bundesentscheid Forst in Oberösterreich verteidigen. Beim Holzstraßenkirchtag holte sich Stephanie Zarfl den Kärntner Meistertitel.

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Lavanttal. Begonnen hat alles in der Agrar-Hak in Althofen. Dort sahen sich Stephanie Zarfl aus Lading und Caroline Weinberger aus Lavamünd (beide 20 Jahre alt) vor einigen Jahren einen Forstwettbewerb an. »Ich habe mich gefragt, warum da keine Mädchen dabei sind und habe dann mit Caro beschlossen, dass wir das nächste Mal mitmachen«, erzählt Zarfl. Gesagt, getan.

Erfolgreiche Freundinnen

Mittlerweile darf sich Zarfl (Landjugend Reichenfels), die bei der Firma Holz Klade in der Verrechnung arbeitet, dreifache Kärntner Waldarbeitsmeisterin nennen. Diese Meisterschaften werden immer im Rahmen des Holzstraßenkirchtags ausgetragen und sind die Qualifikation für den Bundesentscheid Forst. Diesen konnte Weinberger, die sich im dritten Lehrjahr als Steuerassistentin beim Maschinenring in Klagenfurt befindet, bereits zwei Mal für sich entscheiden. Die Titelverteidigung gelang ihr am vergangenen Wochenende in Oberösterreich, Zarfl belegte Platz fünf. »Damit bin ich auch wieder im Kader für die Weltmeisterschaft 2020 in Serbien«, freut sich Weinberger, die Mitglied der Landjugend Lavamünd ist. Im Herbst muss sie noch eine Ausscheidung bestehen. 2018 wurde sie als erste Frau Österreichs zur Weltmeisterschaft entsandt und holte bei 13 Teilnehmerinnen Platz vier.

Beim heurigen Bundesentscheid Forst, der von der Landjugend Österreich veranstaltet wird, gibt es auch einen Mannschaftswettbewerb. Diesen entschieden die beiden Lavanttalerinnen gemeinsam mit Valentina Heilinger (Landjugend Lieser-/Maltatal) für sich und belegten Platz eins.

Keine Konkurrenz

Als Konkurrentinnen sehen sich Zarfl und Weinberger nicht. »Wir sind beste Freundinnen und ein Team. Jede fiebert mit der anderen mit«, sagt Weinberger, die durchschnittlich zweimal pro Woche mit ihrer Motorsäge namens »Mimi« übt. Auch ihren Freund lernte sie über ihr Hobby kennen.

Zarfls Motorsäge trägt den Namen »Niki«. »Das ist wohl der Unterschied zu den Burschen, dass unsere Motorsägen Namen haben«, schmunzelt die amtierende Kärntner Meisterin. Doch ansonsten gibt es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei Bewerben. Jeder muss möglichst viele Punkte in Kategorien wie Kettenwechsel, Kombinationsschnitt oder Zielhacken erreichen.

Während sich Weinberger, die heuer bei den Kärntner Waldarbeitsmeisterschaften Platz zwei hinter Zarfl belegte, auf die WM-Ausscheidung im Herbst vorbereitet, hat Zarfl ein ehrgeiziges Ziel für nächstes Jahr: »Ich will mich beim Holzstraßenkirchtag wieder für den Bundesentscheid Forst qualifizieren und diesen dann gewinnen.« Die Unterstützung von Freund, Arbeitskollegen  und Familie hat sie dafür schon in der Tasche.

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