St. Andräer Friedensmesse ist für jeden Chor erhältlichAusgabe 29 | Mittwoch, 17. Juli 2019

Gerold Kaplaner verfasste bereits 1972 die St. Andräer Friedensmesse. Im Vorjahr hat sie Herbert Koller für die Firmung vierstimmig neu bearbeitet.

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St. Andrä. Jugendlich-poppig klingt die St. Andräer Friedensmesse, die Gerold Kaplaner bereits 1972 im Alter von 20 Jahren verfasste. Im Vorjahr wurde sie für die Firmung in St. Andrä von Kaplaners Domchor-Kollegen Herbert Koller neu bearbeitet. »Dechant Gerfried Sitar hat sich eine jugendgemäße flotte Messe gewünscht. Da kam ich auf die Idee, meine St. Andräer Friedensmesse wieder einmal aufzuführen«, erklärt Kaplaner, der neben dem Domchor St. Andrä auch beim Gemischten Chor der Dorfgemeinschaft St. Jakob als Sänger tätig ist.

Neuer Satz erhältlich

Seitdem es den neuen vierstimmigen Satz mit Soli gibt, wurde die Messe in der Bischofsstadt innerhalb eines Jahres wieder fünf Mal gesungen. Nun möchte Kaplaner seine Messe auch anderen Chören kostenfrei zur Verfügung stellen: »Wenn jemand Interesse hat, kann er sich einfach bei mir melden und bekommt die Noten.« 

Kaplaner war bis zu seiner Pensionierung 2012 Lehrer an der Hauptschule St. Andrä und auch musikalisch immer aktiv. So war er 30 Jahre lang Mitglied des St. Andräer Faschings und trat mit drei Programmen beim »Gackern« auf, das letzte Mal 2017 mit »A Tribute to Udo Jürgens«.

Die Idee zu seiner Friedensmesse hatte er, als er in seiner Jugend Mitglied des Jugendteams der Pfarre war. »Wir haben viele Messen gestaltet, aber dabei fast immer dasselbe gesungen. Mir war das damals alles zuwenig poppig«, erinnert sich der St. Andräer. Also verfasste er seine Friedensmesse, die bereits damals von Herbert Koller einstudiert wurde – ohne, dass jemals die Noten dazu aufgeschrieben wurden.

1973 nahmen die beiden mit dem Popchor, der aus dem Jugendteam entstanden ist, mit der Friedensmesse am Popmusik-Wettbewerb »Help 73« in Kärnten teil und erreichten den zweiten Platz. Später war Kaplaner Obmann des Schülersingkreises St. Andrä, der unter der Leitung von Irmgard Zehetner stand und der die Messe ebenfalls in seinem Repertoire führte. »Oft wurde sie aber nicht aufgeführt«, so Kaplaner. Das soll sich aber nun ändern, deshalb stellt er die Noten auch zur Verfügung.

Kaplaner möchte sich auch bei Herbert Koller, Domchor-Leiterin Liane Hassler und Keyboarder Christian Theuermann bedanken: »Ohne den vierstimmigen Satz von Koller und der Bereitschaft unserer Chorleiterin, mit unserem wichtigen Partner Theuermann etwas Außergewöhnliches zu versuchen, wäre diese Neuauflage nie möglich gewesen.«

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