Lavamünder Bürger formieren sich gegen die tägliche VerkehrslawineAusgabe | Mittwoch, 12. Juni 2019

Seit zwei Monaten gibt es in Lavamünd die Bürgerinitiative »Stopp der Verkehrslawine«. Die Mitglieder fordern endlich Maßnahmen und wollen mit einer Kundgebung auf die unerträgliche Situation hinweisen.

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Lavamünd. 6.500 Fahrzeuge fahren täglich durch Lavamünd, davon 1.400 Lkw. Beherbergungsbetriebe können deswegen ihre Zimmer mit Fenster zur Straße schon lange nicht mehr gewinnbringend vermieten und Sitzgärten entlang der Bundesstraße im Ort sind wenig frequentiert, da es aufgrund des Lärms unmöglich ist, eine Unterhaltung zu führen. Der Schulweg zur NMS kann von den Kindern nicht per Fahrrad zurückgelegt werden, da dies zu gefährlich ist. Das sind nur drei der unzähligen Gründe, warum sich in Lavamünd  vor Kurzem die Bürgerinitiative »Stopp der Verkehrslawine« gegründet hat.

Das Kernteam

Das Kernteam dieser Privatinitiative besteht aus dem Unternehmer Wolfgang Gallant als Sprecher, Lavamünds Tourismusobfrau Bettina Sulzer-Gallant, Gertrude Stauber, Volksschuldirektor Rüdiger Zlamy und Gerald Hartmann vom Geopark Karawanken. Sie fordern ein Ende der gefährlichen und ungesunden Verkehrsbelastung und wollen eine Umfahrung bis spätestens 2025. In diesem Jahr ist die Fertigstellung der Schnellstraße in Slowenien von Celje nach Slovenj Gradec geplant. »Mit einem weiteren Anstieg der Verkehrsbelastung ist dann zu rechnen«, erklärt Gallant.

Studien vom Land Kärnten für eine Umfahrung soll es bereits geben, auch die Gemeinde selbst soll laut Gallant einmal einen Planer beauftragt haben: »Es geht aber nichts weiter. Wir wollen nicht noch Jahrzehnte in der Warteschleife stecken.« Sulzer-Gallant betreibt das Café Bettina direkt an der Bundesstraße in Lavamünd. Wöchentliches Fensterputzen gehört zu ihrem Alltag, um Ruß und Staub zu entfernen: »Die Gemeinde konzentriert sich auf Wohnungsbau und sanften Tourismus, doch wie soll das funktionieren bei dieser Lärm- und Staubbelastung?« Lavamünd ist Zielpunkt des Drau- und des Lavant-Radwegs, was viele Radtouristen in den Ort bringt. »Viele kommen aufgrund des Verkehrs und seiner Begleiterscheinungen aber nur einmal«, weiß Sulzer-Gallant.

Kundgebung am 28. Juni

Am 28. Juni veranstaltet die Bürgerinitiative nun eine Kundgebung in Lavamünd, um auf die unerträgliche Situation aufmerksam zu machen. »Bis jetzt haben wir nur positive Rückmeldungen zur Kundgebung erhalten«,  freut sich Sprecher Gallant, der natürlich auf viele Teilnehmer hofft. Für die Kundgebung wird der Marktplatz gesperrt. »Unser Ziel ist die Umfahrung, doch bis dahin kann nicht nichts passieren. Vor allem bei der NMS braucht es endlich eine Lösung«, sagt die Tourismusobfrau.

Gallant und Sulzer-Gallant betonen, dass die Bürgerinitiative gegründet wurde, weil die Verkehrslawine alle betrifft: »Es geht nicht nur um die Wirtschaft, sondern um uns alle, unsere Kinder und die Zukunft von Lavamünd.«

Kundgebung der Bürgerinitiative »Stopp der Verkehrslawine«

Wann: Freitag, 28. Juni.

Wo: Auf der Straße vor dem Gemeindeamt in Lavamünd.
Beginn: 11:15 Uhr

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