Ein etwas anderes TheaterAusgabe | Mittwoch, 27. Februar 2019

Die Grazer Improvisationstheatergruppe »WiR« kommt am 9. März nach Bleiburg und tritt zugunsten des Projektes »Books4School« in der Mittelschule auf. Ihre Performance lebt von Zurufen des Publikums.

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Bleiburg.  »WiR« ist eine junge, bunt zusammengewürfelte Improvisationstheatergruppe aus Graz. Die Wortakrobaten und Gedankenjongleure kommen aus Kärnten, der Steiermark, Südtirol und Deutschland. Gründungsmitglied der seit 2012 bestehenden Gruppe ist der gebürtige Bleiburger Florian Peter Kutej. Durch ihn hat »WiR« am 9. März ihren zweiten Auftritt in der Mittelschule Bleiburg (Details siehe  Info-Box).

Wer jetzt denkt, dass Improvisationstheater (kurz Impro genannt)  aufgrund seiner Spontanität keiner Vorbereitung bedarf, irrt gewaltig. Trainiert – die Impro-Mitglieder verwenden nicht das Wort »proben« – wird jede Woche. »Die Herausforderung ist, dass es während eines Stücks keine Absprachen gibt. Deshalb müssen wir einander vertrauen können und eingespielt sein«, erklärt Kutej.Beim Impro gibt es keinen Regisseur und keinen vorgegeben Text, sehr wohl gibt es aber ein Gerüst. In Bleiburg ist dieses Gerüst, dass im Zuge der Vorstellung die Lebensgeschichte eines Menschen erzählt wird. Daher auch der Titel »Ein Leben lang«. 

Was im Leben dieses Menschen alles passiert, sei es der erste Schultag, der erste Pickel oder der erste Seitensprung, bestimmt das Publikum. »Geschichten und Figuren entstehen erst auf der Bühne durch Gedanken, Wünsche und Inputs des Publikums. Ohne die Wortspenden der Zuseher kommen wir nicht weiter, deshalb bitte nicht schüchtern sein«, ergänzt Kutej. Wobei niemand auf die Bühne oder sonst irgendetwas Peinliches tun muss. »Dafür sind ja wir zuständig«, lacht der Bleiburger.

Unterstützung für Projekt

Der Auftritt findet übrigens zugunsten des Projekts »Books4School« statt. Dabei handelt es sich um einen karitativen Second-Hand-Buchladen in der Mittelschule Bleiburg, der von Schülern, Lehrern und Privatpersonen unterstützt wird. Durch den Verkauf von gespendeten Büchern werden Projekte in der Schule unterstützt, die sonst aufgrund von Sparmaßnahmen wohl nicht mehr möglich wären. Selbstredend können auch vor und nach dem Impro-Theater Bücher gekauft werden. Sie kosten zwischen einem und drei Euro.

Doch zurück zum Impro. Zusätzlich zu den Wortspenden der Zuseher gibt es noch spontane Gitarrenakkorde, zu denen die Akteure singen müssen. Situationskomik ist also definitiv vorprogrammiert. Wie die Geschichte endet, ist für Publikum und Akteure stets eine große Überraschung. »Auch, wenn Impro im Moment entsteht, ist es ein Handwerk. Wir machen nicht einfach ›irgendwas‹«, betont Kutej. Impro ist für ihn wie das echte Leben – man weiß nicht, was kommt.

Impro-Theater »WiR«

Wann: Samstag, 9. März

Wo: Mittelschule Bleiburg, Schulweg 1

Beginn: 20 Uhr

Dauer: 2 x 45 Minuten

Eintritt: freiwillige Spende zugunsten von »Books4School«

Weitere Informationen über »WiR« gibt es auf Facebook: @wirliebtimpro

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