Er ist schon in viele Rollen geschlüpftAusgabe | Mittwoch, 13. Februar 2019

Der St. Andräer Alexander Schwab probt bei der Komödie 9020 das Stück »Ein Traum von Hochzeit«, das am 15. März im ORF-Theater Premiere feiert. Das Theater-Gen wurde ihm bereits in die Wiege gelegt.

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St. Andrä. Trotz seiner erst 35 Jahre kann der St. Andräer Alexander Schwab bereits auf eine lange Theaterkarriere im Amateurbereich zurückblicken. Aktuell probt er bei der Komödie 9020 für das Stück »Ein Traum von Hochzeit«, das am 15. März im ORF-Theater in Klagenfurt seine Premiere feiert. »Ich bin zum zweiten Mal bei der Komödie 9020 dabei«, sagt Schwab. Er entstammt einer sehr theateraffinen Familie. Sein 2014  verstorbener Vater Niko war Leiter der Theatergruppe »Kultur-Aktiv«. »Dort habe ich als Kartenabreißer und Bühnenbauer erste Erfahrungen gesammelt«, erinnert sich Schwab. Später gab es erste kleine Rollen und in seinem letzten Jahr 2002 schließlich eine größere in »Die drei Musketiere«.

Auf und hinter der Bühne

Im Jahr darauf begann Schwab beim Fasching in St. Andrä als Akteur, wo er bereits mit 18 Jahren eine Solonummer als Zauberlehrling Harry Potter zum Besten geben durfte. Von 2004 bis 2008 war er im Ensemble der Sommerspiele Eberndorf und spielte dort einige Hauptrollen, bis er schließlich von 2009 bis 2013 das Albecker Schlosstheater leitete und dort auch auf der Bühne stand.

Danach widmete sich Schwab, der im Hauptberuf stellvertretender Service- und Logistikleiter beim XXX Lutz in Poggersdorf ist, der Familie. Der Vater der Zwillinge Anna und David (vier Jahre) heiratete seine Frau Sarah und baute ein Haus. Doch bald schon packte ihn wieder das Theaterfieber und so stand er 2016 erneut in Eberndorf auf der Bühne, ehe er 2017 und heuer Teil der Komödie 9020 wurde. Wie sich das Theaterspielen mit seinem Brotberuf und vor allem seiner Familie vereinbaren lässt? »Ich spiele sehr gerne und die Unterstützung ist da. Wenn es die Möglichkeit zum Spielen gibt, gibt es zwei Sessel, einen Tisch und dann wird das mit meiner Frau besprochen«, so Schwab. Denn es geht ja nicht nur um die Vorstellungstermine selbst. Was viel Zeit und gemeinsame Familienabende kostet, sind die Proben im Vorfeld.

Auf Punkt und Beistrich

Auch beim Textlernen kann Schwab auf seine Frau zählen: »Sie prüft mich auf Punkt und Beistrich genau.« Wenn sie keine Zeit hat, ist Schwabs Mutter Gertrude zur Stelle. Über das Textlernen mit ihr sagt Schwab mit einem Schmunzeln: »Das ist härter als jede Probe.«

Nervös wird der St. Andräer, wenn sein Bruder Christoph Schwab, der als Teil der »Comedy Hirten« bekannt ist, im Publikum sitzt: »Er ist mein schärfster Kritiker und gleichzeitig großer Unterstützer.« Das Geschwistertrio Schwab komplettiert Schwester Elke, die mit ihrem Mann das Theater an der Rott, seines Zeichens das letzte Landkreistheater  in Deutschland, leitet.

Das Theater-Gen dürfte Schwab auch schon weitergegeben haben. Tochter Anna »gaukelt schon gerne herum«, wie der stolze Papa erzählt. 

Rolle des Nikolo weiterführen

Was Schwab neben dem Theater besonders am Herzen liegt, ist seine Rolle als heiliger Nikolaus, die er seit 2017 inne hat. Vater Niko war über 45 Jahre als Nikolo in der Gemeinde St. Andrä unterwegs. Im Vorjahr absolvierte Alexander Schwab bereits neun Hausbesuche und war außerdem das erste Mal im Kindergarten: »Ich war sehr nervös.« Er möchte die Hausbesuche als Nikolo, die übrigens eine Privatinitiative sind, im Sinne seines Vaters weiterführen.

Zum Schluss verrät Schwab im Gespräch mit den Unterkärntner Nachrichten noch etwas: »Es juckt mich, selbst wieder etwas im Tal zu machen oder bei einer Gruppe mitzuspielen.« Wobei er betont, dass er zu niemandem in Konkurrenz treten will: »Ich bewundere jeden, der jedes Jahr ein Theaterstück auf die Beine stellt.«

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