Keine Schneeräumung für StiegeAusgabe | Mittwoch, 9. Januar 2019

Wer in Wolfsberg bei der neuen Unterführung in der St. Jakober Straße die Ebene wechseln will, muss einen Umweg auf sich nehmen. Die Treppe ist abgeriegelt, was zu Unmut führt. Stadtrat nimmt dazu Stellung.

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Wolfsberg. Der kurze Weg ist versperrt, wer auf die nächste Ebene gelangen will, muss den langen Weg wählen. Und das wurmt einige. Passanten, die bei der neuen Unterführung in der St. Jakober Straße hinauf zum Weg entlang der Gleise gelangen – oder umgekehrt – gelangen wollen, können derzeit nicht die dortige Stiege benutzen. Sie müssen über die behindertengerechte, aber wesentlich längere Rampe gehen. Denn die Treppe ist an beiden Seiten abgesperrt.
Diese Regelung gilt aber nicht erst seit den jüngsten Schneefällen. Schon vorher, als noch kein Flöckchen vom Himmel gefallen war, blockierte eine mit Kabelbindern befestigte Barriere den unteren Zugang, oben eine Gittertüre. An ihr eine Tafel mit der ruppigen Aufschrift: »Wintersperre. Keine Schneeräumung, keine Salzstreuung.« Ein Hinweis, wie es für Ortsunkundige weiter geht, fehlt.

»Was soll das?«, fragt eine Wolfsbergerin, die regelmäßig in diesem Bereich unterwegs ist und die Sperre der Treppe als schlechten Scherz beurteilt. »Die Rampe muss ebenfalls bei Schneefall geräumt und bestreut werden. Da kann man doch die Stiege gleich mitbetreuen. Stattdessen wird sie einfach gesperrt und Fußgänger müssen zwischen den riesigen Betonwänden den langen Weg nehmen.«

Die Unterkärntner Nachrichten fragten nach. Erst bei ÖBB-Sprecher Herbert Hofer, der gleich abwinkte: »Wir sind für diesen Bereich nicht zuständig.«
Also weiter zum Wolfsberger Stadtrat Josef Steinkellner, in dessen Verantwortungsbereich die Straßen gehören. »Ja«, sagt er, »diese Stiege fällt in unsere Zuständigkeit. Wir haben den Abgang gesperrt, weil es sich um eine Betonstiege handelt, die nicht leicht zu pflegen ist. Sie ist nicht Teil des Räumplans, außerdem gibt es kein Personal.«

Laut Steinkellner ist die Rampe einfacher zu betreuen, da sie windgeschützt liegt und mit Maschinen bearbeitet werden kann. »Sicherheit steht für uns an erster Stelle«, so der Stadtrat, »daher bitte ich um Verständnis, dass die Treppe gesperrt bleiben muss.« Er werde das Anliegen aber auf seine Agenda setzen und sich ansehen, »ob man etwas machen kann«.

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