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Wolfsberg. Die im Wirtschaftshof der Stadt Wolfsberg errichtete Energiezentrale wurde beim Holzenergiepreis 2025 des österreichischen Biomasse-Verbands mit Silber ausgezeichnet. Die Jury würdigte das Projekt als beispielgebenden Beitrag zur kommunalen Energiewende.
Seit Februar 2024 versorgt ein modernes Blockheizkraftwerk gemeinsam mit einer 160 kWp-PV-Anlage, einem Hackschnitzelkessel und einem 86 kWh-Stromspeicher den gesamten Wirtschaftshof – mit Ausnahme des Glashauses – vollständig mit eigener Wärme und Strom. Im Blackout-Fall kann der Standort autark weiterarbeiten. Die benötigten Hackschnitzel stammen aus den gemeindeeigenen Wäldern, wo Sturmschäden ausreichend Schadholz liefern.
In den Ausbau des Energiesystems im Wirtschaftshof flossen rund 1,3 Millionen Euro, etwa zur Hälfte gefördert. Bereits heute produziert die Stadt 25 Prozent ihres gesamten Strombedarfs selbst – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Energieunabhängigkeit.
Bürgermeister Alexander Radl: »Wolfsberg investierte in den vergangenen Jahren intensiv in erneuerbare Energie: 27 Photovoltaikanlagen auf Schulen, Kindergärten, Feuerwehrhäusern und weiteren Gebäuden wurden errichtet, teils mit Batteriespeichern. Die Erneuerbare Energie Gemeinschaft (EEG) ermöglicht zudem, dass überschüssiger Solarstrom zwischen Gemeindeobjekten flexibel genutzt wird. Mein Dank gilt den Teams im Wirtschaftshof und allen Partnern, die dieses Vorzeigeprojekt zur kommunalen Energiewende umgesetzt haben.«
Umweltreferent Vizebürgermeister Jürgen Jöbstl zeigt sich begeistert: »Die Silber-Prämierung unserer Energiezentrale ist eine Bestätigung für den Weg, den wir als Stadt eingeschlagen haben. Wir erzeugen heute bereits rund ein Viertel unseres Strombedarfs selbst, entlasten Budget und Umwelt und schaffen Versorgungssicherheit — bis hin zur Autarkie im Blackout-Fall.«

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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