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Wolfsberg. Mit Beginn des Schuljahrs 2010/11 wurde den Schülern der damaligen Hauptschule 1 – heute Mittelschule Bildungswelt Wolfsberg – in der Bezirkshauptstadt ein sogenanntes Lerncafé angeboten. Dabei handelte es sich um ein kostenloses Nachmittagsangebot für Schüler der dritten Klassen. Das Projekt war seinerzeit auf ein Jahr begrenzt und das erste Lerncafé in Kärnten.
Danach wurde es evaluiert, aufgrund des Erfolgs bis heute fortgeführt und sogar noch ausgebaut. Mittlerweile werden Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren in den Lerncafés beim Lernen, bei den Hausaufgaben und der Vorbereitung für Schularbeiten unterstützt – kostenlos. Außerdem gibt es gemeinsame Spiele und Aktivitäten. Finanzielle Unterstützung gibt es seit Beginn an vom Mondi-Konzern, geführt wird die Nachmittagsbetreuung von der Caritas. Fünf Lerncafés in der Nähe der Mondi-Standorte in Österreich werden vom Mondi-Konzern mit 200.000 Euro pro Schuljahr unterstützt.
Immer mehr Standorte
Seit dem ersten Lerncafé im Lavanttal kamen immer mehr Standorte dazu. Mittlerweile betreibt die Caritas 72 Lerncafés in ganz Österreich – neun davon in Kärnten. Pro Jahr werden rund 1.900 Kinder und Jugendliche von 830 Freiwilligen betreut. 35 Kinder in Wolfsberg und 25 in Frantschach-St. Gertraud besuchen aktuell die beiden Lerncafés im Bezirk.
Doch nun wird es für die Lerncafés in Frantschach-St. Gertraud und Wolfsberg zu einem Standortwechsel kommen. Christian Eile, Bereichsleiter der Caritas Kärnten, sagt: »Die Caritas will ab dem Schuljahr 25/26 ein von den Mittelschulen St. Gertraud und der Mittelschule Bildungswelt Wolfsberg schulunabhängiges Mondi-Lerncafé in Wolfsberg betreiben. Das bewährte Konzept der Caritas-Lerncafés an einem von der Schule unabhängigen Standort ermöglicht es, das Angebot für Schüler aus verschiedenen Schulen zu öffnen und mehr Freiwillige zu engagieren.«
Damit kann das Lerncafé ab dem kommenden Schuljahr von Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 15 Jahren aus allen Schulen des Wolfsberger Großraums besucht werden. Derzeit dürfen nur Schüler der Bildungswelt und der Mittelschule Frantschach-St. Gertraud teilnehmen. Eine neue Heimat wird derzeit noch gesucht. »Bei der Standortsuche ist die derzeitige Musikmittelschule Gegenstand von Überlegungen, gerade mit Blick auf die Schule für Sozialbetreuungsberufe«, sagt Eile. Eine Nachmittagsbetreuung am Standort Wolfsberg wird es aber auch in Zukunft geben, und zwar über den Betreuungsverein BÜM an der Mittel- und der Volksschule Bildungswelt Wolfsberg.
Auch für die Schule für Sozialberufe der Caritas, die ebenfalls in der Mittelschule Bildungswelt Wolfsberg untergebracht ist, ist man auf der Suche nach einem neuer Standort. Da die Musikmittelschule Wolfsberg vom Standort neben dem Stadionbad in die Mittelschule der Bildungswelt übersiedelt, muss die Caritas-Schule ausziehen.
Bis 2026/27 darf sie bleiben
Klaus Penz, Vorsitzender des Schulgemeindeverbands: »Bis inklusive dem Schuljahr 2026/27 kann die Caritas-Schule noch am jetzigen Standort betrieben werden. Ein möglicher neuer Standort wäre im Gebäude der Musikmittelschule. Es wäre für die Gemeinde Wolfsberg natürlich wichtig, auch weiterhin die Caritas-Schule in der Gemeinde zu haben.« Derzeit besuchen rund 160 Schüler die Caritas-Schule für Sozialberufe.
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