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St. Andrä. Sie haben sichtlichen Spaß an dem, was sie tun. Und sie investieren offenbar Unmengen Zeit in die Vorbereitung. Das zeigte sich bei der Generalprobe der heurigen Faschingssitzungen der Kulturinitiative St. Andrä (KiSt.A) am Sonntag, 11. Jänner, im Sitzungssaal des Rathauses. Unter ihrem bewährten Motto »Nia Gnua« haben die Gildenmitglieder wieder ein Programm auf die Beine gestellt, das kein Auge trocken lässt – passend zum heurigen 60. Geburtstag des St. Andräer Faschings. Die Bischofsstädter sind die ersten im Tal, die mit ihren Sitzungen starteten (siehe auch S. 12).
Charmant moderiert von Kirstin Wiedl und Raimund Buballa, werden 19 Nummern zum Besten gegeben, die von sarkastisch abgehandelten Beziehungsproblemen bis zum grassierenden Selbstoptimierungswahn unter dem Chirurgenmesser reichen.
Mit dabei ist auch wieder Reinhard Fritzl als »Der Aufwecker« . Er gibt den Elch »Emil«, der heuer für Schlagzeilen sorgte: Der regt sich fürchterlich darüber auf, dass er betäubt und »abgeschoben« wurde. Fritzl ist – mit Gidi Stimpfl und Michi Paulitsch – auch Teil der traditionellen Tankstellen-Nummer. Dabei schaffte er es bei der Generalprobe, aus einem Wortdreher eines Kollegen noch einen Witz zu machen. Ein Bühnenprofi eben.
Alexander Schwab als »Mann im Mond« ist allein schon wegen seines Kostüms für Gelächter gut. Er nimmt neben der St. Andräer Stadt- auch die Bundespolitik auf die Schaufel – und vergißt nicht, den Wolfsberger Stadtpfarrer Christoph Kranicki zu erwähnen ...
Mit KiSt.A-Obmann Andreas Hobel bildet Schwab später das kongeniale »Sogschortn Duo 2«, bei dem alles »bündi, bündi, bündi« sein muss. Als »Schoatn« (Hobel) und »Schoatli« (Schwab) basteln sie einen Leergut-Rücknahmeautomaten – die beiden ergänzen sich perfekt und zeigen ihre große Spielfreude.
Apropos perfekt: Das gilt auch für die Gardemädchen, die ihre Tanzeinlagen so akribisch einstudiert haben, dass – nicht nur – die Gleichförmigkeit der Bewegungen Staunen erregen.
Es gäbe noch einiges zu sagen – doch soll vor der Premiere nicht zu viel verraten werden. Schauen Sie sich das an! Und das größte Geheimnis wird am Freitag, 16. Jänner, aufgedeckt: das neue Prinzenpaar. Die Sitzungen (siehe Info-Box) sind übrigens bereits fast ausverkauft, einige Restkarten gibt es noch unter 0677/64405622.
// Sprüche
»Der Graf im Schloss Wolfsberg lobt seinen Diener: Noch nie haben Sie den Frühstückskaffee auf der steilen Treppe herauf verschüttet. Wie machen Sie das? Der Diener: Ich nehme immer unten einen Schluck und tu ihn oben wieder hinein.«
Reinhard Fritzl, »Der Aufwecker«
»Zuletzt war der frühere Vizekanzler Werner Kogler bei mir heroben – mit der eigenen Raketen.«
Alexander Schwab, »Mann im Mond«
»Die Bürgermeisterin Mitzi Knauder war mit ihrem Mann spazieren. Mei, sagt sie, der Mond nimmt schon wieder ab. Ihr Mann: Bist neidig?«
Alexander Schwab, »Mann im Mond«
Der Jäger: »Was wäre dir lieber: Sex oder sechs Richtige?« Der Tankwart: »Sex mit der Richtigen.«
»Drei Z(z)apfen an der Säule«
»Ziehen wir ins Lavanttal. Dort ist der Dietmar Riegler, der ist wie der Didi Mateschitz von Kärnten.«
»Die Geissens«
Lehrerin: »Wo wurde der Friedensvertrag von 1918 unterschrieben?« Schülerin: »Unten rechts.«
»Die Schulklasse«
»Weil keiner weiß bei seiner Flinten, wo ist vorne, wo ist hinten. Deshalb heißt es auch Schießgewehr, weil die Treiber Schiß haben.«
Michael Paulitsch, »Die Einsatzleuchte«
»Wenn auf einem Schiff nur Frauen sind – ist es dann unbemannt? Und wenn sich der Matrose ein Jahr lang nicht wäscht – ist er dann ein Meerschweindl?«Gidi Stimpfl, »Traumschiff Izola«
»Wie geht die nächste Wahl aus?« Die KI-Waschmaschine: »Die Mitzi schwitzt, das hab ich bei ihrer letzten Wäsche gerochen.«
Selina Fellner und Noah Fellner, »Im Waschsalon«
Die KI-Waschmaschine: »Da drin sind eine Schlafmaske, ein paar Hunderter und der Rathausschlüssel: Das kann nur die Hose vom Amtsleiter Andreas Sneditz sein.«
Selina Fellner, »Im Waschsalon«
»Was macht unser Vizebürgermeister, wenn er unter einem Obstbaum ausrutscht? Einen Zwetschkenfleck.«
Andreas Hobel, Alexander Schwab, »Sogschortn Duo«

Von Horst Kakl
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